20.08.2017 - 10:08 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Frauen-Union wählt neues Format Wahlkampf mit Wellnessfaktor

"Lounge in the city". Die Frauen-Union (FU) wählte für ihre Wahlkampfveranstaltung ein neues Format. Gemütlich zusammenzusitzen bei gutem Essen und angeregten Gesprächen. So hatte es sich der FU-Kreisvorstand am Freitag in der Spitalkirche gewünscht.

Musikkabarettist "Vogelmayer" erklärte den Gästen der Frauen-Union , wo er "dahoam" ist. "Dort, wo es nur eine Partei gibt". Bilder: Hirsch(2)
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Sich unterhalten zu lassen von Musik und Kabarett an so einem zwanglosen Abend, zählte ebenfalls dazu. Der Terroranschlag in Barcelona trübte allerdings die Stimmung. Die Kreisvorsitzende Marianne Forster (Nabburg) rief zu einer Gedenkminute auf. Im Stich gelassen fühlte sie sich von den anderen CSU-Gemeinschaften. Die Junge Union ließ sich ebenso wenig sehen wie die Senioren der Partei.

"Es geht um jede Stimme". Karl Holmeier schwörte die Parteifreunde auf das Wahlkampffinale ein und sieht die Union gut aufgestellt. "Schließlich haben wir alle unsere Versprechen eingelöst", so Holmeier. Vollbeschäftigung, blühende Wirtschaft, ausgeglichener Haushalt, intakte Infrastruktur - da gebe es keinen Grund, die Pferde zu wechseln. Vor allem im Hinblick auf die neuen Herausforderungen. "Wir werden die Bürger steuerlich entlasten", kündigte der CSU-Politiker an. Und der "Einstieg in den Ausstieg aus dem Solidarpakt" sei überfällig.

Der Lärmschutz an Straße und Schiene ist dem Bundestagsabgeordneten ein besonderes Anliegen. "Wir müssen den Bürgern die Ängste nehmen", so Holmeier. Das gelte auch bei der Erdverkabelung der Stromtrassen. Beim Breitbandausbau und der Mobilfunkversorgung sei Bayern auf einem guten Weg. Den Kommunen verspricht er ein Milliardenpaket zur Sanierung ihrer Schulen. In der CSU sieht Holmeier einen "stabilen Faktor in der Koalition".

Bayern Familienministerin Emilia Müller fordert eine Ergänzung des Ehegattensplittings, eine steuerliche Entlastung der Familien und eine Kinderkomponente. Bei der Fremdbetreuung der unter Dreijährigen habe sich Bayern zu einem Paradigmenwechsel durchgerungen. Jetzt gehe es darum, die Qualität der Förderung zu verbessern. Emilia Müller strebt einen "Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung" an und will den Eltern der Grundschüler eine Betreuungsgarantie geben.

Im "Kampf gegen die Altersarmut" und in der "Herstellung von sozialer Gerechtigkeit für die Frauen" sieht die Sozialministerin eine weitere Herausforderung. Eine "gesamtgesellschaftliche Aufgabe" sei die Integration der Flüchtlinge. Sie gelinge nur, "wenn die Zuwanderung begrenzt wird und ein Integrationswille zu erkennen ist".

Listenkandidat Alexander Trinkmann wertet die "Wahlempfehlung" des türkischen Ministerpräsidenten als weiteren Beweis dafür, "dass die doppelte Staatsbürgerschaft abgeschafft gehört". Nach einer Stärkung am Büffet erklärte der Musikkabarettist "Vogelmayer" den Gästen, wo er "dahoam" ist. "Dort, wo der Himmel weiß und blau und der Schweinsbraten g'sund ist, es nur eine Partei gibt und wo die Preißn Urlaub macha".

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