10.09.2017 - 20:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Freie Wähler blasen bei Bezirksversammlung zum Wahlkampfendspurt "Digitalisierung komplett verschlafen"

Zehn Jahre nach dem Einzug in den bayerischen Landtag drängen die Freien Wähler nun auch in den Bundestag. Bei der Bezirksversammlung am Donnerstag im Konrad-Max-Kunz-Saal der Oberpfalzhalle blies Vorsitzende Tanja Schweiger zum Wahlkampfendspurt. Die Kandidaten nannten noch einmal ihre politischen Schwerpunkte.

Die Freien Wähler blasen zum Wahlkampfendspurt mit Karl Meier, Ferdi Eraslan, Christopher Würz, Manuel Werthner, Frank Aumeier, Tobias Gotthardt, Joachim Hanisch, Tanja Schweiger und Jürgen Neuber (von links). Bild: Hirsch
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

"Ideologiefrei, sachbezogen, bürgernah". Mit diesen Schlagworten wirbt die Bezirksvorsitzende um die Wählergunst. Sie tritt für eine "regionale Energiewende" ein, warnt vor Fracking und setzt auf die Speichertechnologie. Beim Breitbandausbau hinke Deutschland hinterher, sagt die Regensburger Landrätin.

Sie ist der Meinung: "Die Bundesregierung hat die Digitalisierung komplett verschlafen". Nachholbedarf sieht Tanja Schweiger auch beim Mobilfunk: "Hier werden die Löcher immer größer". Ihre Partei stehe an der Seite der Kommunen und werde die Finger immer wieder in die Wunden legen, betonte die Bezirksvorsitzende. Tobias Gotthardt, Direktkandidat im Wahlkreis Regensburg, sieht in den Freien Wählern die größte Bürgerbewegung in Deutschland. "Unsere Politik ist in den Rathäusern groß geworden", sagte der 39-jährige parlamentarische Referent in Brüssel. "Bayerischer Strom ohne Kohle und Atom". Unter diesem Motto tritt Karl Meier, Direktkandidat im Bundeswahlkreis Weiden, an. Bildungspolitische Themen rückt Manuel Werthner, Direktkandidat im Wahlkreis Amberg, in den Mittelpunkt. Für den Kreisvorsitzenden der "Jungen Freien Wähler" sollen "die Schulen mehr Freiheiten erhalten und keine Denkmuster aufgesetzt bekommen". Frank Aumeier bewirbt sich im Wahlkreis Schwandorf/Cham um das Direktmandat und will die Stellschrauben bei der Sozial- und Rentenpolitik neu justieren und den ländlichen Raum stärken. Christopher Würz aus Neumarkt fordert "Volksentscheide auf Bundesebene" und lehnt die "lobbygesteuerte Politik der etablierten Parteien" ab .

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