14.09.2017 - 15:48 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Freistaat kauft ehemalige Beer-Anwesen Landesjugendamt kann kommen

Der Vertrag in unterschrieben: Die Immobilien Freistaat Bayern (IMBY) hat am Donnerstag das Grundstück am Spitalparkplatz von der Stadt gekauft. "Jetzt geht die Verlagerung von 20 hochqualifizierten Arbeitsplätzen des Bayerischen Landesjugendamts nach Schwandorf in die nächste Phase", kündigte Sozialministerin Emilia Müller (CSU) an.

Die Brache zwischen Fronberger Straße (rechts) und Spitalstraße wird bebaut. Der Freistaat kaufte das Grundstück samt Spital-Parkplatz (im Vordergrund) der Stadt ab, hier soll eine Außenstelle des Landesjugendamtes entstehen. Bild: Götz
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

In einer gemeinsamen Presseerklärung mit ihrem Kabinettskollegen, Heimatminister Markus Söder, spricht Müller von einem "wichtigen Schritt für das Landesjugendamt und die gesamte Region". Nach der Zusicherung der Behördenverlagerung in die Kreisstadt hatte eine Zeitlang Unsicherheit darüber geherrscht, ob der Freistaat auf der Brache an der Fronberger Straße baut oder die Außenstelle in ein anderes Gebäude zieht.

"Wir schaffen sichere Arbeitsplätze und stärken die Infrastruktur des ländlichen Raumes. Die heutige Unterzeichnung des Kaufvertrags für das Grundstück ist ein wichtiger Meilenstein zur Umsetzung der beschlossenen Verlagerung und zur Stärkung des Behördenstandorts Schwandorf", so Finanz- und Heimatminister Markus Söder und Staatssekretär Albert Füracker in einer Presseerklärung anlässlich des Vertragsabschlusses am Donnerstag für den Grunderwerb durch die Immobilien Freistaat Bayern (IMBY). Das staatliche Neubauvorhaben mit einer Gesamtnutzfläche von 549 Quadratmetern könne nun in enger Abstimmung mit der Stadt auf den Grundstücken realisiert werden.

OB: "Nie einen Zweifel"

Voraussichtlich Ende 2020 werden laut der Mitteilung die Bediensteten des Landesjugendamts ihre Arbeit in einem dafür neu erbauten Dienstgebäude an der Fronberger Straße in Schwandorf aufnehmen können. Am neuen Standort entstehen demnach größtenteils hochqualifizierte Arbeitsplätze der Kinder- und Jugendhilfe, die von München nach Schwandorf verlegt werden.

"Ich freue mich, dass die ganze städtische Freifläche zwischen Spitalstraße und Fronberger Straße vom Freistaat erworben wurde", sagte Oberbürgermeister Andreas Feller. Damit sei ausreichend Platz für einen optimalen Neubau des Bürogebäudes vorhanden. "Ich hatte in den vergangenen Monaten nie einen Zweifel daran, dass es zu dieser Standortentscheidung kommen wird und bedanke mich bei Staatsministerin Emilia Müller ausdrücklich dafür, dass sie sich im Sinne der Stadtentwicklung eingesetzt und ihr Wort gehalten hat." Mit diesem Projekt könne eine städtebaulich markante Stelle in der Altstadt in hervorragender Weise einer optimalen Nutzung zugeführt werden, so der Oberbürgermeister gegenüber den Oberpfalz-Medien.

Parkplätze bleiben vorerst

Die verkaufte Fläche ist rund 930 Quadratmeter groß und umfasst das gesamte Areal der ehemaligen Beer-Anwesen und die Fläche des Spitalparkplatzes. Das bestätigte der Pressesprecher des Rathauses, Lothar Mulzer, auf Nachfrage der Oberpfalz-Medien. Es sei vereinbart worden, dass die Flächen bis zum Baubeginn weiterhin als Parkplätze genutzt werden können, auch der Abfall-Containers des Straßenreinigungstrupps könne vorerst stehen bleiben.

Das Bayerische Landesjugendamt (BLJA) ist Teil des Zentrums Bayern Familie und Soziales (ZBFS) im Ressort des Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration. Die Schaffung von gleichwertigen Lebensverhältnissen und Arbeitsbedingungen in ganz Bayern sei ein wichtiges Ziel der Staatsregierung, heißt es in der Presseerklärung der Ministerien. Die Regionalisierung mit Behördenverlagerungen sei ein zentrales Instrument aktiver Strukturpolitik. "Davon profitiert auch die Oberpfalz mit 374 Arbeitsplätzen", ergänzte Staatssekretär Füracker.

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