07.02.2018 - 20:00 Uhr
Schwandorf

Höher und Ebeling beim Lichtmess-Empfang der CSA Politik künftig besser erklären

Dass den Bezirkstag das gleiche Schicksal ereilen könnte wie den Bayerischen Senat, kann sich Lothar Höher nicht vorstellen. "Dafür ist dieses Parlament zu wichtig", sagt der Bezirkstags-Vizepräsident beim Lichtmess-Empfang der Arbeitnehmerunion CSA am Dienstag in der "Fischerhütte".

CSA-Kreisvorsitzender Alexander Pangerl (rechts) bedankte sich bei Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher (Mitte) mit einem Geschenk für die Festrede. Links Direktkandidat Landrat Thomas Ebeling. Bild: Hirsch
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

CSA-Kreisvorstandsmitglied Manfred Wendl hakte nach und fragte: "Warum braucht man zwei gleich zwei Präsidenten an der Spitze , einen für die Regierung und einen für den Bezirk?" Landrat Thomas Ebeling, CSU-Direktkandidat für den Bezirkstag im Stimmkreis Schwandorf, versuchte zu unterscheiden: "Der eine ist ein von der Regierung bestellter, der andere ein vom Volk gewählter Beamter".

Am 14. Oktober 2018 werden Bezirks- und Landtag gemeinsam gewählt. Lothar Höher, Bürgermeister von Weiden, bewirbt sich erneut um einen Sitz. Landrat Thomas Ebeling dagegen tritt erstmals an und möchte Nachfolger des nicht mehr kandidierenden Dr. Thomas Brandl werden. Beide Kandidaten betonten am Dienstag die vielfältigen Aufgaben des Bezirks auf sozialer, medizinischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene. Allein die Förderung für den Landkreis Schwandorf betrage jährlich 28 Millionen Euro. "Die Landkreise bekommen immer mehr zurück, als sie an Kreisumlage bezahlen", stellte Vizepräsident Lothar Höher fest. Dies sei deshalb möglich, weil der Bezirk auch staatliche Mittel erhalte.

"Wir wollen den benachteiligten Menschen ihre Würde bewahren", machte Höher deutlich. Wer im Alter auf fremde Hilfe angewiesen sei, sich diese aber nicht leisten könne, für den springe der Bezirk ein. Das gelte vor allem auch für körperlich, psychisch und geistig Behinderte.

Großen Wert legt der Bezirk auch auf die kulturelle Förderung. Höher: "Wir wollen unsere kulturelle Identität erhalten". Der Vizepräsident nannte mit dem Freilandmuseum Neusath-Perschen und das Oberpfälzer Künstlerhaus zwei Vorzeigeprojekte. Landrat Thomas Ebeling mahnte die etablierten Parteien, "den Menschen die Politik besser zu erklären". Für die ewig langen Sondierungen und Koalitionsverhandlungen und auch noch Mitgliederbefragungen habe der Bürger kein Verständnis, glaubt der Landrat. Der Vorsitzende des Zweckverbandes "Oberpfälzer Seenland" wies darauf hin: "Auch der Bezirk ist Mitglied im Zweckverband".

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