08.12.2017 - 15:34 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Horsch speckt Erweiterungspläne ab "Waldfabrik" schmilzt

Kleiner und ohne zusätzliche Erschließungsstraße Richtung Norden: Horsch hat seinen Antrag zur Erweiterung des Gewerbegebiets am Sitzenhof ("Waldfabrik") deutlich abgespeckt. Hintergrund: Im Wald, der für die Erweiterung gerodet werden sollte, finden sich besonders schützenswerte Bereiche.

Das Unternehmen Horsch braucht am Sitzenhof zusätzliche Flächen für seinen Produktionsstandort. Bild: Hirsch
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Die könnten nur "äußerst schwierig" ausgeglichen werden, sagte Landschaftsarchitektin Ursula Jocham (Büro Jocham und Kellhuber, Iggensbach). Sie erläuterte den neuen Entwurf des Bebauungsplans am Donnerstag dem Planungs- und Umweltausschuss. Der Flächennutzungsplan in dem Bereich soll entsprechend angepasst werden.

Schon beim ersten Antrag waren diese wertvollen Flächen und Strukturen vermutet worden. Gutachten über Flora und Fauna in dem kleinen Waldstück brachten nun den Beleg für diese "hochwertigen Strukturen". Das habe sowohl den nördlichsten Teil der Erweiterungsflächen als auch die geplante Straße betroffen, sagte Jocham. Über Ausgleichsmaßnahmen könnten diese Probleme nur "sehr schwierig" ausgeräumt werden. Deshalb wurden die naturschutzrechtlich hochwertigen Flächen nun aus den Plänen herausgenommen.

Der neue Entwurf, der jetzt erneut ausgelegt wird, fand die Billigung im Planungsausschuss. "Wenn das die schnellste Möglichkeit für die Erweiterung ist, passt das," sagte Andreas Wopperer (CSU). Gleichwohl hätte die CSU eine Ableitung des Verkehrs Richtung Norden auf die Kreisstraße 3 und dann Richtung B 85 "gerne gesehen".

Der Verkehr soll nun weiterhin über die bestehende Allee vom Sitzenhof Richtung Kreisstraße 3 fließen. Der Vorschlag sei ein vernünftiger Kompromiss zwischen den Belangen des Unternehmens und denen des Umweltschutzes, sagte Manfred Schüller (SPD). Auch Kurt Mieschala (UW) pflichtete bei. Der Entwurf wurde einstimmig gebilligt und geht nun erneut an die "Träger öffentlicher Belange", also Behörden und Verbände, und wird öffentlich ausgelegt.

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