Kreisausschuss tagt
Ausschuss spendabel

Politik
Schwandorf
17.07.2017
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"Alle Gäste waren total angetan vom Landkreis Schwandorf." So begeistert äußerte sich die Pressesprecherin des Landkreistags nach der großen Landkreisversammlung Ende Mai in Neunburg vorm Wald. Dass die Gastgeberrolle dabei nicht ganz billig war, nahm der Kreisausschuss am Montag billigend in Kauf.

Repräsentanten der 71 bayerischen Landkreise haben sich vor eineinhalb Monaten in der Schwarzachtalhalle in Neunburg versammelt, insgesamt waren 380 Personen zu Gast (wir berichteten). "Der Landkreis Schwandorf hat eine gute Visitenkarte abgegeben und konnte die Tagung, die zum ersten Mal im Landkreis Schwandorf stattfand, nutzen sich landesweit zu präsentieren", fasste Landrat Thomas Ebeling den Image-Mehrwert der zweitägigen Großveranstaltung zusammen.

12 000 Euro zu wenig


Die Kosten von 55 000 Euro hat überwiegend der Bayerische Landkreistag bezahlt, 12 000 muss der gastgebende Landkreis noch drauflegen - weniger, als man im Vorfeld ausgerechnet hatte. Wem das trotzdem viel scheint: Erst in 70 Jahren ist der Landkreis Schwandorf wieder mit der Ausrichtung dieser Tagung an der Reihe.

Auf Antrag von Donum Vitae, einer Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen, setzte sich der Kreisausschuss bei seiner Zusammenkunft im Landratsamt auch mit dem Thema Verhütungsmittel auseinander. Junge Frauen, die noch keine 20 Jahre alt sind, bekommen bekanntlich Verhütungsmittel auf Rezept. "Aber was ist mit den Frauen über 20, die verhüten müssen, aber zu arm für den Kauf der Mittel sind?" Diese Frage bewog Donum Vitae, den Landkreis um die Einrichtung eines Fonds zu bitten, aus dem heraus diese Kosten übernommen werden.

Geld für Verhütung


Man geht pro Fall von bis zu 500 Euro aus und rechnet mit 10 bis 20 Frauen, die Mittel aus dem Fonds beanspruchen werden. Der Ausschuss zeigte sich angetan von der Idee, sagte einstimmig Ja dazu und beschloss, ab 1. August dieses neue Angebot einzuführen. Es soll eineinhalb Jahre gelten, danach will man weitersehen. Das Geld soll nicht nur Klienten von Donum Vitae zugute kommen.

Aufrecht erhalten wird auch der freiwillige Zuschuss des Landkreises an die Imker, die ihre Bienenvölker gegen Varroatose behandeln. Die Arzneimittel gegen diese gefährliche Bienenkrankheit wurden bislang zu einem Viertel vom Landkreis, zu einem Viertel aus EU-Fördermitteln und zur Hälfte vom Imker selbst bezahlt. Die EU-Gelder fallen nun weg, die vom Kreis werden weiter gezahlt, beschloss der Ausschuss. Die Summe hält sich in Grenzen, es waren im letzten Jahr 2250 Euro.

Auch eine Personalie gab es abzusegnen: Für Schulamtsdirektorin Renate Vettori rückt Schulrat Jürgen Bomertl in den Jugendhilfeausschuss nach.
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