15.02.2018 - 17:58 Uhr
Schwandorf

Landesvorsitzender Klaus Mrasek stellt Schwerpunkte der ÖDP vor Flächenfraß wirkungsvoll begegnen

"Wertkonservativ mit ökologischem Korrektiv". Auf diesen Nenner bringt Alfred Damm das Programm der "Ökologisch-Demokratischen Partei". Beim politischen Aschermittwoch in der Ziegelhütte sah der Direktkandidat für die Landtagswahlen die ÖDP als "wählbare Alternative zu den etablierten Parteien".

Klaus Mrasek, Alfred Damm und Martin Prey (von links) sprachen beim politischen Aschermittwoch der ÖDP. Bild: Hirsch
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Alfred Damm bewirbt sich um das Direktmandat im Stimmkreis Schwandorf. Der 54-jährige selbstständige Handelsvertreter tritt damit die Nachfolge von Arnold Kimmerl an, der sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl stellt. Der ÖDP-Kreisvorsitzende Damm will "den Flächenverbrauch, das dramatische Artensterben und den Klimawandel" bekämpfen.

Mit einem Bürgerbegehren möchte die ÖDP dem "Flächenfraß" begegnen. Die Entscheidung werde in die heiße Phase des Landtagswahlkampfes fallen, so Landesvorsitzender Klaus Mrasek. Er erhofft sich damit einen Stimmenzuwachs bei den Wahlen am 14. Oktober. Die ÖDP will den Flächenverbrauch in Bayern auf täglich maximal fünf Hektar reduzieren. Aktuell liegt er bei 13 Hektar. Der Landesvorsitzende fordert ein "gesetzliches Verbot von Parteispenden", die Ausdehnung der Volksbegehren auf Bundesebene, eine Karenzzeit beim Wechsel von Politikern in die freie Wirtschaft, eine stärkere Besteuerung von Kapitalerträgen und Erbschaften, ein Pflege- und Erziehungsgehalt und eine zweite pädagogische Kraft in jedem Klassenzimmer.

Den Schwerpunkt legt die ÖDP auf die Familienpolitik. Die Wirtschaft müsse sich nach den Bedürfnissen der Familie richten und nicht umgekehrt. Wer in der Pflege und in der Erziehung arbeite, müsse besser vergütet werden. Als weiteres Anliegen nennt Klaus Mrasek den "Sonntags schutz" als freier Tag.

Um das Direktmandat im Bezirkstag bewirbt sich der Bürgermeister von Niedermurach, Martin Prey. Der 55-jährige Vollerwerbs-Biolandwirt wünscht sich "eine lebenswerte Gesellschaft" und kämpft gegen das ständige Wachstumsstreben an.

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