Nominierungsversammlung der ÖDP für die Landtagswahl
Alfred Damm Direktkandidat

Der Schwandorfer Stadtrat Alfred Damm bewirbt sich bei der Landtagswahl um das Direktmandat im Stimmkreis Schwandorf. Heidi Eckl (Zweite von links) kandidiert auf der Liste der ÖDP für einen Einzug in das Maximilianeum. Martin Prey (Zweiter von rechts) bewirbt sich um das Direktmandat für den Bezirkstag. Rechts im Bild ist ÖDP-Landesvorsitzender Klaus Mrasek zu sehen. Bild: Hirsch
Politik
Schwandorf
12.01.2018
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"Wertkonservativ mit ökologischem Korrektiv". Auf diesen Nenner bringt Alfred Damm das Programm der "Ökologisch-Demokratischen Partei". Der Kreisvorsitzende sieht in der ÖDP "den idealen Koalitionspartner für die CSU". Doch der Weg in den bayerischen Landtag ist weit.

Alfred Damm bewirbt sich um das Direktmandat im Stimmkreis Schwandorf. Der 54-jährige selbstständige Handelsvertreter tritt die Nachfolge von Arnold Kimmerl an, der sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl stellt. Bei der Nominierungsversammlung am Donnerstag im Vereinsheim der Eichhornschützen sprach Alfred Damm die Themen an, mit denen er im Wahlkampf punkten möchte: Ausstieg aus der Massentierhaltung, Verbot des Pflanzenschutzmittels Glyphosat, Anreize zum Bau von Sozialwohnungen, personelle Aufstockung der Polizei, Verbot von Waffenexporten und Verlegung der Stromtrassen unter die Erde. Beim Thema "Asylbewerber" ist der Schwandorfer Stadtrat der Meinung: "Wir müssen die Fluchtursachen und nicht die Menschen bekämpfen". Für diejenigen, die hier bleiben dürfen, müsse der Grundsatz gelten: "Fördern und Fordern".

Mit einem weiteren Bürgerbegehren will die ÖDP dem "Flächenfraß" begegnen. Die Entscheidung werde in die heiße Phase des Landtagswahlkampfes fallen, so Landesvorsitzender Klaus Mrasek (Amberg). Er erhofft sich damit einen Stimmenzuwachs. Mrasek fordert ein "gesetzliches Verbot von Parteispenden", die Ausdehnung der Volksbegehren auf Bundesebene, eine Karenzzeit beim Wechsel von Politikern in die Wirtschaft, stärkere Besteuerung von Kapitalerträgen und Erbschaften, ein Pflege- und Erziehungsgehalt, eine zweite pädagogische Kraft in jedem Klassenzimmer und Sonntagsschutz.

Um das Direktmandat im Bezirkstag bewirbt sich der Bürgermeister von Niedermurach, Martin Prey. Der 55-jährige Vollerwerbs-Biolandwirt wünscht sich "eine lebenswerte Gesellschaft" und kämpft gegen das ständige Wachstumsstreben an. Auf der Liste für die Landtagswahlen will sich Heidi Eckl (53) platzieren lassen. Die dritte Bürgermeisterin und Jugendbeauftragte der Stadt Nabburg macht auf den "massiven Unterrichtsausfall" an den Schulen aufmerksam und fordert eine personelle Aufstockung. Auf der Liste zu den Bezirkstagswahlen kandidiert der 23-jährige Grundschullehrer Felix Sailer aus Schwandorf-Fronberg.
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