13.02.2018 - 20:00 Uhr
Schwandorf

Planfeststellung zum Länderbahn-Betriebswerk Langfristig Arbeitsplätze sichern

Höheres Tempo und mehr Flexibilität erhofft sich die Länderbahn von den erweiterten Arbeitszeiten im Betriebswerk. Wann die längeren Schichten umgesetzt werden sollen, steht laut Pressesprecher Jörg Puchmüller noch nicht fest.

Auch die Lokomotiven des "Alex" werden im Betriebswerk der Länderbahn in Schwandorf gewartet und gewaschen. Archivbild: rhi
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Die Erweiterung der Arbeitszeiten im Betriebswerk wurde per Planfeststellungsbeschluss unter einigen Auflagen gebilligt (wir berichteten, siehe www.onetz.de/ 1814994). Im Betriebswerk im Gleisdreieck darf nun unter Einschränkungen auch nachts und am Wochenende gearbeitet werden. Das Unternehmen sieht die Genehmigung positiv, wie Pressesprecher Jörg Puchmüller auf Nachfrage der Oberpfalz-Medien mitteilte.

"Im engen Kontakt mit Anwohnern und Genehmigungsbehörden wurden insbesondere schallschützende Maßnahmen erarbeitet, um für alle die bestmögliche Lösung zu finden. In diesem Rahmen könnten wir die kurzfristig notwendigen Zusatzarbeiten insbesondere für die Züge des ,Alex' flexibler und schneller abarbeiten und langfristig die Arbeitsplätze und den Standort Schwandorf entwickeln und sichern", heißt es in einer Reaktion des Unternehmens.

Grundsätzlich sei, so Puchmüller weiter, wie auch im Erörterungstermin dargelegt, ein Zweischichtbetrieb von 6 bis 22 Uhr vorgesehen. Wann die verlängerten Betriebszeiten umgesetzt werden, ist aber noch offen. "Sobald der Beschluss rechtskräftig ist, werden wir prüfen, ob Bedarf für eine Ausweitung auf Basis der Genehmigung vorliegt. Wenn das so ist, werden wir die von der Genehmigungsbehörde geforderten Auflagen erfüllen", teilte Puchmüller mit.

"Aktuell könnte eine solche flexible Ausweitung einen sehr wichtigen Beitrag zur notwendigen Stabilisierung der Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der ,Alex-Züge' leisten. Alle Fahrgäste des ,Alex', und mittelbar auch der Oberpfalzbahn, würden davon schnell und spürbar profitieren", so der Pressesprecher.

Die zuständige Regierung von Mittelfranken hat die Genehmigung an 18 Anweisungen geknüpft, die detailgenau den Lärmschutz regeln. Dazu gehört unter anderem, dass ein "Betriebstagebuch Lärmschutz" geführt werden muss. Das soll die Einhaltung der Vorgaben dokumentieren. Anlieger hatten beim Erörterungstermin eine Videoüberwachung des Betriebs beantragt. Die steht laut Feststellungsbeschluss noch im Raum, sollte sich "der Vollzug der betrieblichen Lärmschutzmaßnahmen auf Grundlage des ,Betriebstagebuchs Lärmschutz' nicht bewähren". Anwohnerin Angelika Utz hatte beim Erörterungstermin im Dezember das Video-Monitoring beantragt. Für eine Stellungnahme war sie am Dienstag nicht zu erreichen. Der Planfeststellungsbeschluss wird von diesem Mittwoch, 14. Februar bis zum 1. März im Rathaus (Zimmer E 29) öffentlich aus. Im Internet sind die Unterlagen auf den Seiten der Regierung von Mittelfranken abrufbar.

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Weitere Informationen:

www.www.regierung.mittelfranken.bayern.de/aufg_abt/abt4/abt32004_Beschluss_planfeststellung_Schwandorf_BBW.htm

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