18.10.2017 - 20:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Planungsausschuss Schwandorf Stadt plant höhrere Förderung

In den nächsten Jahren steht in Schwandorf die Altstadtsanierung im Fokus. Um Anreize zu schaffen, fördert die Stadt geeignete Maßnahmen. Für die Friedrich-Ebert-Straße gibt es ein Sonderprogramm.

Für die innere Friedrich-Ebert-Straße gibt es ein auf vier Jahre begrenztet Sonderprogramm. Wer Fassaden, Dächer und Co. aufhübscht darf mit einer finanziellen Unterstützung rechnen. Bild: Hösamer
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Natürlich ist bei einem solch großen Projekt eine bürokratische Vorleistung notwendig. Deshalb gab es für die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses am Montagabend einen ganzen Packen Unterlagen. Eine Gestaltungssatzung regelt die Anforderungen an die Gebäude in einem Drei-Stufen-Modell. Es reicht vom Vorstadtbereich (hier gibt es die geringsten Anforderungen) über die innerhalb der ehemaligen Stadtmauer liegende Altstadt bis hin zum Marktplatz (mit den höchsten Anforderungen). Wichtig für die Bürger: Laut Stadtplanerin Sabine Pollinger kommen keine neuen Belastungen hinzu, sondern sogar Erleichterungen - "da die Anforderungen gestrafft, reduziert und klarer formuliert wurden". Außerdem beschloss der Planungsausschuss die Sanierungsgebiete "II A Breite Straße" und "Innenstadt" in einer Satzung zusammenzuführen.

Für die Anwohner am interessantesten dürfte die Neufassung des Kommunalen Förderprogramms sein, das es in Schwandorf seit Ende der 1990er Jahre gibt. Pollinger erklärte: "Das Programm wird gut angenommen." Ziel sei es, durch die Förderungen die Ansiedlung von Gewerbetreibenden in der Innenstadt zu unterstützen. Unter anderem gibt es Geld für die Neu- und Umgestaltung von Fassaden, die Verbesserung an Dächern und Dachaufbauten sowie weitere Modernisierungsmaßnahmen. Auch die Förderungen sind wie die Gestaltungssatzung in die drei genannten Stufen unterteilt.

Das Kommunale Förderprogramm soll am 1. Januar in Kraft treten, das Volumen von 75 000 auf 100 000 Euro pro Jahr aufgestockt werden. Die Angelegenheit muss noch den Stadtrat passieren. Alle Einzelheiten sollen in einer Broschüre - Oberbürgermeister Andreas Feller sprach von einer Auflage von rund 150 Stück - und online aufgelistet werden. Marion Juniec-Möller (Die Grünen) fragte nach: "Muss der Geltungsbereich (für die Förderung; Anm. der Red.) mit dem Sanierungsgebiet identisch sein? Nehmen wir uns da nicht alle Möglichkeiten?" Stadtplanerin Pollinger will das bis zur nächsten Stadtratssitzung prüfen. Für die innere Friedrich-Ebert-Straße (zwischen Marktplatz und Wendelinplatz) soll es außerdem ein auf vier Jahre begrenztes Sonderförderprogramm geben, das sich an das Kommunale Förderprogramm anlehnt - nur, dass es mehr Geld gibt. Die Stadt will damit einen "erhöhten Anreiz schaffen". Pollinger sagte: "Wir wollen die ehemalige Bundesstraße in eine Flaniermeile umwandeln." Die Regierung der Oberpfalz halte das Sonderprogramm nach einer Vorabstimmung für äußerst sinnvoll und würde es mit 60 Prozent fördern - genauso wie das Kommunale Förderprogramm.

Tanzschule

Für eine westlich der Oberpfalzhalle geplante Tanzschule wird eine größere Fläche benötigt, als ursprünglich im Bebauungsplan "Sport, Freizeit & Soziales" vorgesehen. Deshalb beauftragte der Planungsausschuss die Verwaltung, die nötigen Änderungen einzuarbeiten. (doz)

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