18.08.2017 - 20:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Schutzwall um Biogasanlagen

Regensburg/Schwandorf. Rund ein Drittel tragen Biogasanlagen zum Mix der Erneuerbaren Energien bei. Einer Mitteilung der Regierung der Oberpfalz zufolge ist die Energie aus Biomasse gerade in Bayern ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Am 1. August trat die neue Bundesanlagenverordnung (AwSV) in Kraft. Damit wird laut Pressemitteilung der Schutz von Boden und Gewässern auch im Bereich von Biogasanlagen noch weiter erhöht. Bei Biogasanlagen, die ab sofort neu errichtet werden, sind unter anderem grundsätzlich sogenannte Umwallungen erforderlich. Umwallungen werden als eine Art Schutzwall um die Biogasanlagen errichtet und verhindern im Fall möglicher Havarien das Ausbreiten von austretenden Gärsubstraten und Fermenterinhalten in Oberflächengewässer. Bereits bestehende Biogasanlagen müssen bis im Jahr 2022 nachgerüstet werden.

von Externer BeitragProfil

In der Oberpfalz überprüfen die Kreisverwaltungsbehörden, wie viele von den rund 290 Biogasanlagen bereits mit einer Umwallung ausgestattet sind. Nach Zahlen, die der Regierung der Oberpfalz vorliegen, verfügen bereits 80 Biogasanlagen über eine Umwallung, bei weiteren rund 60 Anlagen ist noch in diesem Jahr mit der Fertigstellung zu rechnen. Nach bisherigem Recht war der Bau einer Umwallung nur bei Biogasanlagen erforderlich, die seit Dezember 2012 errichtet worden waren. Bei Biogasanlagen, die zuvor bestanden hatten - dazu zählt der Großteil der Oberpfälzer Anlagen - wurde die nachträgliche Errichtung einer Umwallung nur notwendig, wenn sich die Anlage in einem wasserwirtschaftlich sensiblen Gebiet befindet. Auch mit der neuen Rechtslage bleibt die Verantwortung der Anlagenbetreiber für einen sicheren Betrieb bestehen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.