24.09.2017 - 23:42 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Statements der Kreisvorsitzenden: Nicht nur lange Gesichter

"Desaströs" nennt der CSU-Kreisvorsitzende Alexander Flierl das Ergebnis. "Da gibt es nichts schön zu reden und nichts wegzudiskutieren." Darüber könne auch nicht hinwegtrösten, dass die Union wieder stärkste Kraft geworden sei. Flierl hätte allerdings nicht mit einem so starken AfD-Ergebnis in Bayern gerechnet. Eine Jamaika-Koalition nennt er "äußerst schwierig". Evi Thanheiser fällt nur das Wort schockierend ein. Die SPD-Kreisvorsitzende bezieht es auf zweierlei. Zum einen meint sie das "denkbar schlechte Ergebnis der SPD, zum anderen das Stimmenverhältnis der Sozialdemokraten zur AfD. "Ich bin echt schockiert und kann mir bei den Zweitstimmen den Zulauf zur AFD nicht erklären."

von Irma Held Kontakt Profil

Die Stimmung sei natürlich gut, sagt der AfD-Kreisvorsitzende Dr. Felix Börner. Er sei erleichtert über das Ergebnis. Die AfD werde gute Oppositionsarbeit machen. Ein Großteil der Wähler sei der CSU abtrünnig geworden. Lockere Stimmung herrschte nach den Worten des Kreisvorsitzenden Wolf-Dieter Grahn bei der FDP. "Damit hat man nicht gerechnet." Einziger Wermutstropfen sei die AfD. Im Wahlkreis sei er mit dem Ergebnis zufrieden, denn die FDP sei hier auf die Stimmen bezogen "ein Armutshaufen". Die Linken-Vorsitzende Heidi Kaschner ist gespalten. "Das Wahlziel, die AfD niedrig zu halten, sei verfehlt worden, das andere in Bayern über fünf Prozent zu kommen erreicht worden. Sie wünscht sich eine starke linke Opposition, "um die AfD im Zaum zu halten". Dass die kleinen Parteien hinzugewonnen haben, freut die Grünen-Kreisvorsitzende Elisabeth Bauer, allerdings stimmt sie der Rechtsruck nachdenklich, vor allem weil rechte Gesinnung wieder salonfähig sei.

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