15.02.2018 - 17:58 Uhr
Schwandorf

Straßenbeiträge Thema bei CSU-Aschermittwoch in Neukirchen Gespannt auf finanziellen Ausgleich

Markus Viehauser sieht den ländlichen Raum abgehängt. Ob öffentlicher Personennahverkehr oder Infrastruktur, die ländliche Bevölkerung finanziere die Investitionen in den Ballungszentren mit, ohne selbst etwas davon zu haben. Beim politischen Aschermittwoch der CSU im Gasthaus Schärl kritisierte der Diskussionsredner die Ungleichbehandlung der Regionen durch die Politik. Oberbürgermeister Andreas Feller nannte weitere Beispiele, bei denen den Kommunen "von außen etwas aufgesetzt wird". Siehe Stromtrassen oder Elektrifizierung der Bahn. Apropos Bahn: Sie möchte die Schwellenwerk-Unterführung sanieren und hat bei der Stadt angefragt, ob sie sich beteiligen wolle. "Wenn ja, kommen 3,5 Millionen Euro auf uns zu", ließ der Oberbürgermeister wissen. Was wird mit dem Lokschuppen der Bahn als Event-Gebäude? "Nicht vor 2022", hat Andreas Feller erfahren, dann denke die Bahn erst über einen Verkauf nach.

Markus Viehauser (rechts) sieht den ländlichen Raum gegenüber den Ballungszentren benachteiligt. Bild: Hirsch
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Von den Vorschlägen des politischen Mitbewerbers hält der CSU-Politiker nichts. Weder von der Nutzung des Steinbruchs zwischen Venus-Parkhaus und Schwammerling, noch von einer Bühne im Stadtpark oder von der Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft, die die SPD fordert. Beim Schmidt-Bräu-Gelände komme es demnächst zur Beurkundung und "dann werden wir sehen, was wir daraus machen können". Der Bau des Landesjugendamtes auf dem ehemaligen Beer-Grundstück zieht sich. Hier beklagt der Oberbürgermeister, "dass hier fünf verschiedenen Stellen involviert sind und jede von ihnen einen anderen Kenntnisstand hat". Zwischen Ostern und Pfingsten erwartet Andreas Feller dennoch die ersten Bauentwürfe.

Thema "Leerstände": Hier sieht der Oberbürgermeister enormen Handlungsbedarf. Das Problem: "Die meisten Häuser müssen total saniert werden, und das ist den Besitzern zu teuer". Eigentlich gehöre einiges "weggeschoben" und neu gebaut. Bei der Straßenausbaubeitragssatzung verhalte sich Schwandorf wie die anderen Kommunen auch: "Wir werden die Bescheide aussetzen". Der Oberbürgermeister ist aber gespannt, "wie der Staat das mit dem Ausgleich regeln will". Feller befürchtet: "Da wird uns viel Bürokratie heimsuchen".

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.