20.02.2018 - 18:52 Uhr
Schwandorf

Supermarkt an der Regensburger Straße: Weitere Planungen nötig Erschließung bereitet Kopfzerbrechen

Der geplante Vollsortimenter an der Regensburger Straße ist so einfach nicht zu realisieren. Das wurde in der Planungsausschuss-Sitzung am Dienstag deutlich. Wie Stadtbaudirektor Reinhard Schade dem Gremium mitteilte, bereitet vor allem die Verkehrs-Erschließung des Geländes noch Kopfzerbrechen. Ein weiteres Supermarktprojekt im Stadtosten ist komplett vom Tisch. Die "Ratisbona Projektentwicklung" hat, wie berichtet, einen Antrag für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Grundstück gestellt, auf dem aktuell das Autohaus Maschek steht. Das Autohaus will in absehbarer Zeit nach Wackersdorf umsiedeln.

Anstelle des Autohauses Maschek an der Regensburger Straße will die "Ratisbona" einen Supermarkt bauen. Die Erschließung für den Verkehr ist ein noch nicht gelöstes Problem. Bild: Hösamer
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Der vorliegende Plan der "Ratisbona" sieht einen Verkehrsanschluss des Geländes für Kunden an die Regensburger Straße vor, für die Anlieferung an der Libourne-Allee. Angesichts der vorgesehenen Verkaufsfläche von etwa 3000 Quadratmetern zog Schade Vergleichszahlen heran und kam zu dem Schluss, dass in Spitzenstunden mehrere hundert Fahrzeuge am Gelände ein- oder ausfahren würden. Das sei hier im Kreuzungsbereich mit den Aufstellflächen kaum vereinbar.

Eine Erschließung über die Libourne-Allee wäre mit großen baulichen Maßnahmen bis hin zur Umgestaltung der gesamten Kreuzung verbunden. Hier müssen sich die Planer also noch etwas einfallen lassen. Dazu kommt ein Faktum, auf das Kurt Mieschala (UW) hinwies. Ein Gutachten der Ratisbona komme zwar zum Schluss, dass der Vollsortimenter den Kriterien der Einzelhandels-Verträglichkeit entsprechen würde. Ein von der Stadt beauftragter Gutachter kommt zum gegenteiligen Schluss. Die Gutachten sollen laut Schade dem Ausschuss in der nächsten Sitzung erörtert werden. Mieschala plädierte dafür, statt einem weiteren Markt im Stadtsüden besser Standorte in Krondorf oder Fronberg zu entwickeln. Von solchen "Abfang-Standorten" hält Matthias Kuhn (SPD) wiederum nichts.

Die Verwaltung wollte vom Ausschuss einen klaren Auftrag, die Entwicklung weiter zu treiben. Nachdem Manfred Schüller (SPD) und Mieschala anmerkten, dass man erst nach weiteren Fakten beschließen wolle, blieb es bei der Vorstellung. "Wir werden natürlich weiter dran arbeiten", sagte Oberbürgermeister Andreas Feller.

Das Hotel- und Supermarkt-Vorhaben der KIST auf dem Grundstück an der Ecke Hoher-Bogen- und Schwimmbadstraße ist komplett vom Tisch. Der Investor habe seinen Antrag zurückgezogen, sagte Schade. Der Ausschuss hatte im Dezember - zwar ohne Beschluss, aber dennoch deutlich - klar gemacht, dass er an diesem Standort einen Supermarkt nicht für nötig hält.

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