21.07.2017 - 20:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Verkehrsausschuss beauftragt Verwaltung mit Umsetzung Schutzstreifen für Radfahrer

Bahnhofstraße, Pesserlstraße, Naabufer- und Dachelhofer Straße: Alles wichtige Verbindungen innerhalb der Stadt, die für Radlfahrer alles andere als ideal befahrbar sind. Das soll sich ändern. Der Verkehrsausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstag einstimmig beschlossen, dass Schutzstreifen abmarkiert werden sollen, wo dies rechtlich möglich ist.

von Clemens Hösamer Kontakt Profil

In der Naabuferstraße etwa müsse zunächst genau ausgemessen werden, ob genügend Platz da ist, erläuterte Ordnungsamtsleiter Stefan Schamberger. Die Straßen hat eine Arbeitsgruppe vorgeschlagen, die auf einen Antrag von Alfred Damm (ÖDP) hin gegründet wurde. Er hatte im Mai im Ausschuss eine Vielzahl von Vorschlägen vorgelegt.

Sie abzuarbeiten, wurde der Gruppe aus Stadträten und Verwaltung aufgetragen. Geprüft werden nun zunächst Streifen für die Bahnhofstraße Richtung Süden, für die Dachelhofer Straße zwischen Egelseer-Straße und Schlachthofunterführung, für die Pesserlstraße vom Bahnhof Richtung TWF-Gelände und für die Naabuferstraße ab Kolpingplatz bis zur Beer-Kreuzung.

Die Arbeitsgruppe schlug auch vor, Einbahnstraßen für Fahrräder in Gegenrichtung freizugeben. In der D.-Martin-Luther-Straße ist dies bereits geschehen, in der Ebert-Straße wird dies die Umgestaltung mit sich bringen. Auch die Klosterstraße soll freigegeben werden, wenn sie saniert ist. Die Verwaltung werde das im Auge behalten, sagte Bürgermeisterin Ulrike Roidl (SPD) zu, die die Sitzung leitete. Die Verwaltung will auch ermitteln, wo zusätzliche Radl-Stellplätze möglich sind.

Ob die Stadt der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK) beitreten soll, wollen die Fraktionen noch beraten. Geschäftsführerin Sarah Guttenberg hatte die Arbeit der AGFK vorgestellt, der momentan 53 Kommunen angehören. Um fahrradfreundliche Kommune zu werden, müsste der Anteil des Fahrradverkehrs in Laufe von fünf bis sieben Jahren um fünf bis sieben Prozent gesteigert werden.

Das funktioniert nur mit entsprechender Infrastruktur. Und so war es weniger der Jahresbeitrag von 2000 Euro, der Hans Sieß (CSU) Stirnrunzeln bereitete, sondern die Folgekosten, etwa für ein Radwegekonzept und die Infrastruktur. Alfred Damm (ÖDP) hielt dagegen: "Wir haben in den vergangenen Jahren Millionen in neue Straßen gesteckt". Der Antrag zum Beitritt, der von Alfred Damm (ÖDP) stammt, wird nun im Hauptausschuss auf die Tagesordnung kommen.

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