06.05.2018 - 12:52 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Bundesschießen in Schwandorf Berliner treffen ins Schwarze

Nur Könige legen an und drücken 20 Mal ab. Ihre großen Hoffnungen in der Oberpfalzhalle ruhen auf dem goldenen Schuss.

Die Landeskönige ermittelten in der Oberpfalzhalle den Bundessieger. Bei den Jugendlichen gewann Julian Schneider aus Berlin (Mitte). Bilder: Hirsch (2)
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Der Deutsche Schützenbund kürte am Samstag in der Oberpfalzhalle die nationalen Majestäten der Erwachsenen und der Jugend. Die Könige der 20 Landesverbände hatten sich für dieses Bundesschießen qualifiziert. Jeder Teilnehmer hatte 20 "Schuss", der beste Teiler zählte.

Gastgeber war der Oberpfälzer Schützenbund (OSB), der heuer das 120-jährige Bestehen feiert. Gleichzeitig wird der Schützengau Schwandorf 95 Jahre alt. Nach dem sportlichen Teil formierten sich die Delegationen zum Festzug. 500 Teilnehmer zogen in ihren Landestrachten vom Kolpingplatz über den Marktplatz zur Spitalkirche. Am stärksten war mit 70 Mitgliedern der Landesverband Hamburg vertreten.

OSB-Präsident Franz Brunner (Maxhütte-Haidhof) erinnerte in der Spitalkirche vor die geladenen Gästedes 46. Bundeskönigsschießens und 18. Bundesjugendkönigsschießens an die Gründung des "Oberpfälzer Zimmerstutzen-Schützenverbandes" am 30. Oktober 1898 im Gasthaus "Zur Post" in Schwandorf. Auch die Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg am 26. Juni 1950 erfolgte in Schwandorf. "Wir Sportschützen sind dem Brauchtum und der Tradition verpflichtet", sagte Franz Brunner. Deshalb kehre der Verband zu seinen Wurzeln zurück und feiere an seinem Ursprung.

"Tradition bewahren und den Sport fördern". Unter dieses Motto stellte der Präsident des Deutschen Schützenbundes, Hans-Heinrich von Schönfels, sein Grußwort. Die Schützen mit 1,4 Millionen Mitgliedern in 15 000 Vereinen hätten bei den letzten Olympischen Spielen den erfolgreichsten Verband gestellt, so der Präsident, der sich ins Goldene Buch der Stadt eintrug. Oberbürgermeister Andreas Feller und OSB-Präsident Franz Brunner tauschten Erinnerungsplaketten und Geschenke aus.

Auf dem Pfleghofgelände gaben die Musikkapellen aus Schwandorf (VHS) und Schwarzenfeld ein Standkonzert für die zahlreichen Gäste und die einheimische Bevölkerung. Die Böllerschützen aus Steinberg am See und Pittersberg postierten sich inzwischen vor der Oberpfalzhalle und kündigten unüberhörbar den Festabend an. Die Landesmeister marschierten in festlicher Tracht ein, angeführt von den letztjährigen Bundessiegern Susanne Schladebach (Erwachsene) und Steven Waschter (Jugend). Den neuen Bundessiegern gratulierten der bayerische Finanzminister Albert Füracker, Landrat Thomas Ebeling und Oberbürgermeister Andreas Feller, die sich unter die 500 Ball-Gäste in der Oberpfalzhalle mischten.

Die Bundessieger

Vizepräsident Wilfried Ritzke verkündete das Ergebnis des sportlichen Wettbewerbs. Es gewannen zwei Berliner: Regina Martin-Trefz mit einem 13,9-Teiler bei den Erwachsenen und Julian Schneider mit einem 19,1-Teiler bei der Jugend. Den zweiten Platz beim Nachwuchs belegte die 15-jährige Karina Hartmann aus Poppenricht bei Amberg, die sich nach zwei bayerischen Meisterschaften nun den Titel des deutschen Vizemeisters holte. (rhi)

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