28.02.2017 - 20:00 Uhr
SchwandorfSport

Höhenflug der Schwandorfer Basketballer Stark wie noch nie

Die Schwandorfer Bayernliga-Basketballer schlagen in dieser Saison eine scharfe Klinge. Der TSV steht so gut da, wie noch nie in seiner sechsjährigen Ligenzugehörigkeit. Für die Zukunft sieht sich die Truppe von Spielertrainer Sebastian Fischer gerüstet.

Zusammenhalt und Teamgeist sind die Basis für den derzeitigen Höhenflug der Schwandorfer Basketballer. Sie können die beste Platzierung in sechs Jahren Bayernliga erreichen. Bild: par
von Autor PARProfil

Am Wochenende hatten die Basketballer des TSV 1880 Schwandorf spielfrei - und das hatten sie sich nach den Leistungen in den letzten Wochen und der gesamten Saison bisher auch verdient. Mit einer Bilanz von 11:6 liegen die Basketballer aktuell auf einem starken vierten Tabellenplatz. Durch den überzeugenden 86:68-Sieg beim Tabellenfünften TB Erlangen gefolgt vom 73:50-Erfolg gegen Nördlingen hat der TSV vier Punkte Vorsprung auf Platz fünf inklusive des gewonnenen direkten Vergleichs gegen Erlangen. Im Jahr 2017 gestaltete der TSV alle Heimspiele siegreich. Die einzige Niederlage kassierte der TSV beim Tabellenführer Wolnzach.

Unnötiger Einbruch

"Die letzten beiden Spiele haben wir richtig gut gespielt", ist TSV-Spielertrainer Sebastian Fischer voll des Lobes. "Wir haben engagiert verteidigt und waren in den entscheidenden Momenten die spielbestimmende Mannschaft." So ähnlich sah es bei den Schwandorfern ebenfalls Mitte der Hinrunde aus: Nach der Auftaktniederlage - ebenfalls gegen Wolnzach - feierte der TSV auch fünf Siege in Folge und war ärgster Verfolger des Tabellenführers.

Doch dann folgte ein Bruch: Das unnötige 60:66 im Heimspiel gegen Schwaben Augsburg war die erste von vier Niederlagen in Serie. Gegen den Tabellenletzten Cham kassierte Schwandorf mit 83:100 die höchste Saisonniederlage. "Uns fehlte in dieser Phase die Entschlossenheit und dann kam auch noch Pech hinzu", analysiert Fischer. "In Cham und in Heroldsberg fehlten einige Spieler und gegen den TV Augsburg führten wir nach dem dritten Viertel sogar."

Aber die Schwandorfer kamen gut aus der Weihnachtspause und aktuell läuft es richtig rund. Wenn der TSV von den letzten fünf Partien noch zwei gewinnt, stünde das beste Ergebnis der sechsjährigen Bayernligazugehörigkeit.

All das klappt in Schwandorf seit Jahren mit einem Kern von Spielern aus der Region: Stefan Beer, Christopher Bias, Leon Krampert, Stefan Münch, Johannes Pflamminger, Alwin Prainer, Daniel Rapo, Andreas Schindwolf und Dominik Zeitler kommen alle aus der TSV-Jugend. Lars Aßheuer kam 2013 aus Burglengenfeld, Spielertrainer Fischer 2011 aus Bruck und Vaidas Butkus spielte erst in der zweiten Mannschaft und ist seit mittlerweile drei Spielzeiten Teil des Bayernliga-Teams.

Wichtiger Kern

Auch Fischer findet das sehr positiv: "Wir sind einfach keine Studentenstadt wie Regensburg. Dort kommen immer wieder gut ausgebildete Spieler - die gehen aber auch schnell wieder. Deswegen ist es wichtig, dass wir diesen Kern haben." Doch die Leistungsträger werden älter: Beer und Pflamminger sind mittlerweile 30, Fischer ist 34 und Zeitler 35. Deswegen ist es eine große Aufgabe für den TSV, in den nächsten Jahren junge Spieler weiterzuentwickeln und neue Stammkräfte zu formen. Mit den beiden 20-jährigen Krampert und Rapo sowie dem ein Jahr älteren Aßheuer kommen drei junge Akteure schon auf ordentlich Spielzeit.

Und vielleicht geben diese Saison und das beste Ergebnis der TSV-Geschichte einen Ruck für die kommende Spielzeit. Wenn die jungen Spieler sich weiter so entwickeln, die älteren mit ihrer Erfahrung punkten und noch ein "paar Spielzeiten im Tank haben", wie Fischer sagt - vielleicht klappt es dann mit dem großen Coup. "Ich glaube, dass wir noch ein paar gute Jahre haben", gibt sich Fischer zuversichtlich und ergänzt mit einem Augenzwinkern: "Ich würde ja schon gerne mal aufsteigen."

Ich würde ja schon gerne mal aufsteigen.TSV-Spielertrainer Sebastian Fischer
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