19.03.2017 - 21:10 Uhr
SchwandorfSport

SC Ettmannsdorf dreht in Bad Abbach zweimaligen Rückstand in 3:2-Sieg In letzter Sekunde

Ettmannsdorf. Buchstäblich in letzter Sekunde kam der SC Ettmannsdorf zum 3:2-Siegtreffer in Bad Abbach. Bis zum Ende der regulären Spielzeit sah es in der kampfbetonten und spannenden Begegnung beim Stand von 2:2 eher nach einer Punkteteilung aus. Dann sicherte Maximilian Nimsch mit seinem Treffer in der zweiten Minute der Nachspielzeit dem SCE doch noch drei wichtige Zähler für den Klassenerhalt. Unverdient war dies nicht, denn in der zweiten Halbzeit machte der Gast viel Druck, war das bessere Team und stets bemüht, mehr zu erreichen als ein Unentschieden.

von Autor AHOProfil

Die Zuschauer bekamen von beiden Mannschaften ein rassiges, schnelles und von zahlreichen Torraumszenen geprägtes Landesligaspiel zu sehen. Es war ein echtes Spitzenspiel, wenngleich der SC Ettmannsdorf derzeit in der Abstiegszone zu finden ist. Der Bad Abbacher Trainer schickte eine offensiv ausgerichtete Formation aufs Feld, die dem Gegner viele Probleme bereitete. Zudem kam der SCE mit der phasenweise harten Gangart der Heimelf nicht zu Recht. Timo Studtrucker hatte die Elf aufgeboten, die auch zuletzt gegen den ASV Cham erfolgreich war. Gute Ansätze waren zwar vorhanden, doch insgesamt lief es nicht so rund wie in den Vorwochen. Der TSV hatte ein optisches Übergewicht, aber nur wenige, klare Chancen. Beim Führungstreffer der Gastgeber zeigte sich die Ettmannsdorfer Abwehr unaufmerksam.

SC agiler

In der zweiten Hälfte drehte der Gast auf. Studtrucker brachte mit Florian Tausendpfund für Stefan Eichstätter einen Abwehrspieler und stellte auch innerhalb der Mannschaft um. Dagegen wollte der gegnerische Trainer das Tempo rausnehmen und den Vorsprung verteidigen. Das klappte nicht, weil der SCE agiler wirkte, zielstrebiger nach vorne spielte und auf dem tiefen Boden auch konditionell im Vorteil war. Es ergaben sich gute Ausgleichschancen, die nichts einbrachten. Das 1:1 nach knapp einer Stunde durch Marco Seifert wurde durch eine Unsicherheit der TSV-Abwehr begünstigt und fiel fast zufällig. Ettmannsdorf blieb am Drücker, kassierte aber völlig unnötig das 1:2 durch Simon Sigl nach einer Freistoßhereingabe. Es spricht für den Charakter der Mannschaft, dass sie diesen Rückstand wegsteckte, weiter an sich glaubte und nur zwei Minuten später erneut durch Marco Seifert zum 2:2 kam. Bad Abbach schien mit dem Remis zufrieden, nicht aber der SCE. In der Schlussviertelstunde häuften sich die Fouls der Gastgeber, was im Platzverweis für den eingewechselten Paul Samagassou gipfelte. Dagegen verzeichneten die Gäste vier hochkarätige Möglichkeiten zum Siegtreffer. Absolut sehenswert war der Antritt von Maximilian Nimsch in der Nachspielzeit und das daraus resultierende Siegtor, als er den Ball vehement in die kurze Ecke drosch.

Die Begeisterung bei den Ettmannsdorfer war riesengroß. Spieler und Trainer freuten sich nicht nur über drei Zähler für den Klassenerhalt, sondern auch über eine starke Mannschaftsleistung.

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