„Sport in Schule und Verein“
Gegen Bewegungsdefizite

Schulamtsdirektor Georg Kick (Fünfter von links) und Landrat-Vertreter Arnold Kimmerl (Zweiter von rechts) bedankten sich bei der Tagung des Arbeitskreises "Sport in Schule und Verein" an der Kreuzberg-Schule bei den Kreisobleuten für ihr Engagement. Christa Schwaiger (vorne Mitte) leitete das Gremium fünf Jahre. Diese Aufgabe geht nun auf Eva Wagner (rechts daneben/MS Nittenau) über. Mit im Bild Gabriele Raab (Zweite von links), Vorsitzende der Bayerischen Sportjugend im BLSV, Kreisjugendleitung Schwandor
Sport
Schwandorf
04.01.2017
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Die Kooperation von Schule und Verein ist eine wichtige Plattform für sportliche Erfolge. In der Sitzung des Arbeitskreises an der Kreuzberg-Schule Schwandorf berichteten die Kreisobleute über die Aktivitäten und die Ergebnisse auf Kreis -, Bezirks -, Landes- und Bundesebene.

Kinder haben allgemein zu wenig Bewegung, merkte Landrat-Stellvertreter Arnold Kimmerl bei der Tagung an. Aber auch die Leistungsspitze muss berücksichtigt werden. Seine Anerkennung galt den Teilnehmern des Arbeitskreises "Sport in Schule und Verein" für das Engagement. Auch Medien verweisen auf Bewegungsdefizite bei Schülern, ergänzte Schulamtsdirektor Georg Kick. Eine wichtige Rolle nähme Musik und Bewegung ein. Lehrkräfte engagieren sich vielseitig im Sport. Ihnen galt sein Dank für den Einsatz und der Sparkasse im Landkreis Schwandorf, vertreten durch Vanessa Wyrwoll, für das Sponsoring des Schulsports.

"Die Teilnahme an den Wettkämpfen im Fußball war wieder sehr gut", hob Kreisobmann Martin Gradl hervor. Zum Wettkampf "Jugend trainiert für Olympia" (JTFO) meldeten 17 Schulen 25 Jungen- und 9 Mädchenmannschaften. Als Kreissieger gingen bei den Jungen Mittelschule Burglengenfeld, zweimal Realschule Nabburg, sowie bei den Mädels Gymnasium Nabburg und Realschule Burglengenfeld hervor. Mit neuer Rekordbeteiligung ermittelten im Grundschulbereich 63 Teams aus 17 Schulen die Klassenmeister. Im Finale in Steinberg am See ging Klardorf als Sieger hervor.

Laut Handball-Kreisobmann Michael Teplitzky traten die Mädchen in vier und die Jungen in drei Wettkampfklassen an. Im Turnierverlauf schafften die Mädels der Doktor- Eisenbarth-Mittelschule Oberviechtach bei der "Nordbayerischen" Platz 3 sowie die Buben und Mädchen des Ortenburg- Gymnasiums Oberviechtach jeweils Rang 4. Die Buben der Konrad-Max-Kunz-Realschule erreichten im Bezirksvergleich den 3. Platz.

Bei Bundesfinale in Berlin

Von den vier Schulen - Gymnasium Nabburg und Oberviechtach sowie die Mädchenrealschule St. Josef Schwandorf und Mittelschule Nittenau - traten zum Wettkampf in Tischtennis acht Gruppen an, informierte Kreisobmann Klaus Beiderbeck. Bei der Bayerischen Meisterschaft verlor die Mittelschule Nittenau ganz knapp mit 4:3 gegen die Mittelschule Hauzenberg in Niederbayern. Die Mädchen der Realschule St. Josef Schwandorf qualifizierten sich für das Bundesfinale in Berlin, fuhren Siege gegen Sachsen, Bremen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz ein, erreichten mit 5:4 gegen Baden-Württemberg das Halbfinale und verloren im Finale gegen Schleswig-Holstein mit 2:5.

Laut Bericht von Kreisobfrau Christa Schwaiger beteiligten sich am Vielseitigkeitswettbewerb der 3. und 4. Klassen im Gerätturnen in Pfreimd im April die Grundschulen Pfreimd (2 Mannschaften), Wernberg-Köblitz (4), Schwarzenfeld (3) sowie die private Grundschule Döpfer, Lindenschule Schwandorf und Teunz. Zuletzt genannte nahm erstmals teil und setzte sich an die Spitze.

Der geplante Grundschul-Leichtathletik-Wettbewerb im Sportpark Schwarzenfeld am 14. Juli mit elf gemeldeten Schulmannschaften in Verbindung mit dem Olympiatag der Sparkasse musste wegen Dauerregen abgesagt werden, teile Kreisobfrau Renate Raab mit.

Die Mannschaften des Landkreises Schwandorf haben alle fünf Bezirksentscheide mit Beteiligung von Teams aus dem Landkreis gewonnen, unterrichtete Kreisobmann für Volleyball, Andreas Pfaller. Nur die Mädchen des Carl-Friedrich- Gauß Gymnasiums Schwandorf erkämpften sich im Qualifikationsturnier die Teilnahme am Landesfinale- mussten aber als Verlierer vom Spielfeld gehen. Die Mannschaft in Beachvolleyball beteiligte sich erfolgreich am Bezirksfinale. Erfreulich ist, so Pfaller, dass im Rahmen des Kooperationsmodells "Sport nach 1" zwischen den Vereinen ATSV Kallmünz und TV Burglengenfeld sowie dem Johann -Michael-Fischer Gymnasium im Sommer eine Spielgemeinschaft mit mehreren Damen-, Herren - und Jugendteams gegründet werden konnte. Das Landesfinale in Volleyball wird am 13.März 2017 in der Oberpfalzhalle ausgetragen.

Im Schwimmen liege nur eine Anmeldung vor, bedauerte Kreisobmann Peter von der Sitt. "Schwimmen in der Grundschule ist ein Stiefkind geworden", lautete sein Resümee.

Weniger Sportabzeichen

Gemäß Bericht von Walter Rosenkranz, verantwortlich für Leichtathletik, qualifizierten sich beim Bezirksfinale im Sportpark Schwarzenfeld die vier Mannschaften des Mittelschulverbundes Nördliches Naabtal jeweils die beiden Mädchen- und Jungenmannschaften fürs Landesfinale in Erlangen. Als Bayerische Meister lösten die beiden Bubengruppen die Fahrkarte zum Bodenseecup und schafften in ihren Wettkampfklassen den 4. und 5. Platz.

Die Tagungsteilnehmer sprachen die abnehmende Tendenz der Bewerber zum Ablegen des Sportabzeichens an. Die digitale Auswertung bereite Schwierigkeiten und benötige einen hohen Zeitaufwand, so das Fazit. Fortbildungen zur Schulung der Rettungsfähigkeit sollen für Lehrkräfte an ihren eingesetzten Schwimmhallen durchgeführt werden.
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