15-Jähriger täuscht der Polizei eine Straftat vor - Kripo kommt ihm schnell auf die Schliche
Räuberpistole wegen eines verlorenen Handys

Bild: Polizei
Vermischtes
Schwandorf
07.01.2017
116
0

"Am Mittwochabend wurde ein Jugendlicher im Stadtgebiet gewaltsam zur Herausgabe seines Mobiltelefons gezwungen. Die Täter flüchteten mit ihrer Beute zu Fuß. Fahndungsmaßnahmen der Polizei verliefen bisher erfolglos", so lautete der Tenor einer zunächst verbreiteten Polizeimeldung. Nur kurze Zeit später gab die Polizei Entwarnung.

Der Überfall stammte aus dem Reich der Fantasie. Aufgrund der Anzeigeerstattung musste die Polizei allerdings erst einmal davon ausgehen, dass am Mittwoch gegen 18 Uhr ein Schüler zu Fuß auf dem Nachhauseweg war und in einem kleinen Durchgang zwischen Naabuferstraße und Ettmannsdorfer Straße von zwei Männern angesprochen wurde. Unter Vorhalt eines Messers sei er zur Herausgabe seines Mobiltelefons aufgefordert worden. "Nachdem der 15-Jährige sein Handy übergeben hatte, flüchteten die Täter zu Fuß in Richtung Stadtpark. Der Jugendliche blieb bei dem Überfall unverletzt", schrieb die Polizei in ihren Pressebericht, mit dem sie eine Öffentlichkeitsfahndung einleitete und eine von dem jungen Mann präsentierte Täterbeschreibung verbreitete.

Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kripo in Amberg. Sie startete zunächst, wie in solchen Fällen üblich, einen Zeugenaufruf, der sich jedoch schon alsbald als überflüssig erwies. "Die Tat hatte der Jugendliche vorgetäuscht", teilte die Polizei schon eine Stunde nach der ersten Meldung mit. Während der Ermittlungen habe er das zugegeben. Der Jugendliche muss sich nun wegen Vortäuschens einer Straftat verantworten. Wie sich herausstellte, hatte der 15-Jährige das Handy in Wirklichkeit verloren. Er hatte dann Angst davor, das seinem Vater "beichten" zu müssen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.