19.04.2017 - 15:18 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Abriss an der Nürnberger Straße 2 Platz für die Ersatzbrücke

Es dauerte nur ein paar Tage, dann war vom stattlichen Gebäude an der Nürnberger Straße 2 nur noch ein Haufen Bauschutt übrig. Das Staatliche Bauamt hat das Gebäude im Vorgriff auf die Sanierung der äußeren beiden Naabbrücken gekauft und abreißen lassen.

Kurz vor Ostern rückten die Bagger an, um das Gebäude an der Nürnberger Straße 2 abzureißen. Seit Dienstag wird der Schutt abgefahren. Auf dem Grundstück soll künftig eine Behelfsbrücke andocken, die wegen der Sanierung der beiden äußeren Naabbrücken notwendig wird. Bilder: Hösamer (2)
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

An der Ecke Wöhrvorstadt/Nürnberger Straße soll eine Behelfsbrücke andocken, die von Krondorf her gebaut wird und während der Bauphase den Anschluss an die Stadt sichern soll. Das bestätigte Hannes Neudam, beim Staatlichen Bauamt für Brücken zuständig, der Redaktion auf Nachfrage. Die Umleitung wird dann Richtung Schuierer-Mühle führen, von dort dann über eine zweite Behelfsbrücke etwa in Höhe der Spitalkirche an die Fronberger Straße anschließen.

Beide Behelfsbrücken werden zweibahnig und sollen Individualverkehr, Bussen und Rettungsdiensten zur Verfügung stehen. Schwerverkehr wird sie nicht nutzen können. "Wir haben eine leistungsfähige Umfahrung über die Nordumgehung, die Bundesstraße 85", sagte Neudam. Noch ist das Zukunftsmusik, Baubeginn werde erst Ende des Jahrzehnts sein, bestätigte Neudam. Die kleine Brücke zwischen Hubmannwöhrl und Wöhrvorstadt und die große nach Krondorf werden saniert, weil sie in die Baulast der Stadt übergehen. Die Nürnberger Straße wurde - wie die gesamte Bundesstraße 15 - zum 1. Januar 2016 zur Staatsstraße abgestuft und trägt jetzt die Bezeichnung St 2397. Bis auf die beiden Naabbrücken sind bereits alle Bauwerke - also auch die sanierte Adenauerbrücke - in die Baulast der Stadt übergeben, die jetzt für den Unterhalt sorgen muss. Derzeit laufen laut Neudam die Abstimmungen mit den unterschiedlichsten Behörden, etwa auch wegen naturschutzrechtlicher- und wasserrechtlicher Belange. Es stehe noch nicht fest, ob für den Neubau der beiden Brücken ein Planfeststellungsverfahren notwendig ist.

Der Bau wird im wesentlichen vom Staat finanziert. Die Stadt trägt die Mehrkosten, die durch die geplanten Fahrradwege entlang der Brücken entstehen werden. Die werden auf etwa 1,5 Millionen Euro taxiert.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.