An der Seite der Feuerwehren

Kreisbrandrat Robert Heinfling (Fünfter von links) steht an der Spitze des Kreisfeuerwehrverbandes. Unser Bild zeigt die Führungsmannschaft mit der Zweiten Bürgermeisterin der Stadt Schwandorf, Ulrike Roidl. Bild: exb
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Schwandorf
11.04.2018
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148 Vereine gehören dem Kreisfeuerwehrverband an, der ihre Interessen vertritt. Die Ausbildung des Nachwuchses schreibt er groß.

Schwandorf-Klardorf. Der Kreisfeuerwehrverband tagte im Turm-Restaurant Obermeier in Klardorf. Vorsitzender Robert Heinfling begrüßte dazu 103 Vertreter der 148 Mitgliedsfeuerwehren. Nach seinen Worten sind 4226 Aktive und 1176 Jugendliche im Verband organisiert. Nur elf Ortsfeuerwehren seien noch nicht beigetreten. Das Vertrauen der Menschen in die Berufsgruppe Feuerwehr stehe an erster Stelle, und diesem Vertrauen würden die Feuerwehrleute in vollem Umfang gerecht.

Wie der Kreisbrandrat informierte, wird die Arbeit der Feuerwehren durch die Brandversicherungskammer unterstützt. Mögliche Projekte seien eine mobile Staustelle für Biber, die "Fire-and-Sound-Box" oder die App "Feuerwehr digital". Im Bereich Elementarschutz gebe es derzeit pro Landkreis zwei bis vier Notdächer zum Preis von je 1000 Euro. Heinfling ging auch auf die Leistungen des Landesfeuerwehrverbands sowie die Zukunft der Feuerwehrschulen ein. Der Verband halte es für notwendig, zusätzliche Stellen zu schaffen und Brandübungshäuser in Regensburg und Geretsried zu bauen. Beim Nachwuchs habe man erreicht, dass es für rund 50 000 junge Leute in den Feuerwehren nun eine optimale Ausstattung gebe.

Kreisjugendwart Sebastian Meier informierte, dass es zurzeit 114 Jugendgruppen mit 1285 jungen Leuten in der Feuerwehrausbildung gibt. 2017 seien 178 Nachwuchskräfte wegen des Erreichens der Altersgrenze in den aktiven Dienst übergetreten. Der Nachwuchs werde von 360 ehrenamtlichen Ausbildern und Helfern betreut; insgesamt wurden im Vorjahr 1925 Leistungsabzeichen von der Jugend mit Erfolg abgelegt. Meier erinnerte an den Landesentscheid des Bundeswettbewerbs, bei dem die Feuerwehr Teunz den 17. und Neunburg den 22. Platz erreichte. Es mache riesigen Spaß, mit den Kleinen in der Kinderfeuerwehr etwas zu bewegen, stellte Fachbereichsleiterin Denise Ackermann fest.

Stellvertretender Landrat Joachim Hanisch dankte dem Feuerwehrverband für die tolle Arbeit. Früher sei er dem Verband eher skeptisch gegenübergestanden, heute betrachte er ihn als "unwahrscheinlich gute Vertretung" der Feuerwehrinteressen im Freistaat. Schwandorfs Zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl äußerte, dass früher die Feuerwehren als älteste Bürgerinitiative bezeichnet worden seien. Den Wehrleuten, die sich für Mitmenschen einsetzten, gebühre uneingeschränkter Dank.

Die Spitze des Kreisfeuerwehrverbandes bilden nun Vorsitzender Robert Heinfling, Stellvertreter-Süd Thomas Schmidt, Stellvertreter-Nord Johann Gietl, Stellvertreter-Ost Richard Fleck, Kassenverwalter Johann Ziegler, Schriftführer Josef Lingl, Kassenprüfer Berthold Kick und Manuela Streit.
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