11.10.2017 - 20:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Arbeitskreis "Personalwesen" Unternehmer im Gespräch

Der Einladung der IHK-Geschäftsstelle Schwandorf zum Treffen des Arbeitskreises "Personalwesen" folgten mehr als 30 Firmenvertreter aus dem Landkreis. IHK-Geschäftsführer Manuel Lischka betonte die Bedeutung einer Vernetzung, "weil Themen wie Fachkräftebedarf, Digitalisierung und gesetzliche Änderungen alle Unternehmen in gleichem Maße betreffen".

Armin Schulz, Dr. Friederike Dunkel-Benz, Lutz Eigenhüller, Birgit Dinauer und Manuel Lischka (von links) sprachen beim Arbeitskreis "Personalwesen" . Bild: Hirsch
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Um den Unternehmen und deren Führungskräften eine geeignete Plattform zum Austausch, aber auch zur Information und zur Diskussion zu geben, rief der IHK-Geschäftsführer diesen Arbeitskreis ins Leben.

Für einen traditionell starken Produktionsstandort wie den Landkreis Schwandorf ist die Digitalisierung in Zeiten des Fachkräftemangels von besonderer Bedeutung. Aus diesem Grund präsentierte Lutz Eigenhüller vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg eine Studie, welche die Auswirkungen des Megatrends Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt im Landkreis näher beleuchtet. Die Studie zeigt, dass das Substituierbarkeitspotenzial von Arbeitsplätzen in den verschiedensten Bereichen über dem bayerischen Durchschnitt liegt.

Doch werden durch Automatisierungsprozesse im Produktionsbetrieb Arbeitskräfte freigesetzt, welche an anderen Stellen im Unternehmen dringend benötigt werden und aufgrund des Mangels an Arbeitskräften derzeit nicht besetzt werden können. Um im enormen Fachkräftebedarf bestehen zu können, ist es von großer Bedeutung, bestehendes Personal langfristig an das eigene Unternehmen zu binden. Eine beliebte Möglichkeit, sein Unternehmen attraktiver für Mitarbeiter zu gestalten, ist die betriebliche Altersvorsorge.

Jedoch unterliegt diese Form der Altersvorsorge aufgrund des neuen Betriebsrentenstärkungsgesetz ab 1. Januar 2018 anderen Voraussetzungen, erklärte Armin Schulz, Geschäftsführer der R&M Gesellschaft für betriebliche Altersvorsorge und Wertkonten mbH in Wackersdorf. Das Gesetz zielt darauf ab, die Attraktivität der betrieblichen Altersversorgung zu stärken und in kleinen und mittleren Unternehmen den Verbreitungsgrad durch ergänzende Fördermaßnahmen zu erhöhen. Darüber hinaus soll der Anreiz zur Eigenvorsorge für Beschäftigte mit geringem Einkommen verbessert werden. Der Wackersdorfer Experte betonte, dass von der Änderung auch bereits bestehende Verträge betroffen sind und die Unternehmen aufgefordert sind, Altverträge bis 2022 entsprechend anzupassen.

Ebenso wichtig wie die langfristige Bindung von Mitarbeitern ist die richtige Kommunikation im Unternehmen, so die Pfreimder Arbeitsmedizinerin Dr. Friederike Dunkel-Benz, die in ihrem Vortrag näher auf die Modelle der Prozesskommunikation einging. Personalverantwortliche müssen Mitarbeiter entsprechend ihrer Fähigkeiten und ihrer Persönlichkeitsstruktur einsetzen, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

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