26.03.2018 - 15:20 Uhr
Schwandorf

BBV kämpft gegen Flächenverbrauch - Tagung mit dem Präsidenten Walter Heidl Bauern brauchen Boden

-Klardorf. In diesen Wochen ist Bauernpräsident Walter Heidl in allen bayerischen Bezirken unterwegs, um sich mit Ehrenamtlichen des Bayerischen Bauernverbandes auszutauschen. Beim Treffen mit dem BBV-Vorstand der Oberpfalz in Klardorf standen der künftige EU-Haushalt, das neue Kabinett sowie der Flächenverbrauch und die Tierhaltung in Bayern im Mittelpunkt.

Walter Heidl (Zweiter von rechts), der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, sprach in Klardorf mit (von links) dem Oberpfälzer BBV-Präsidenten Josef Wutz, Bezirksbäuerin Rita Blümel und Ely Eibisch, dem stellvertretenden BBV-Präsidenten der Oberpfalz. Bild: exb
von Externer BeitragProfil

Laut BBV-Pressemitteilung machte Heidl deutlich, wie wichtig die Regierungsbildung in Berlin für die Bauernfamilien ist: "Bei den Verhandlungen in Brüssel muss die neue Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner nun für eine zukunftsorientierte und starke EU-Agrarpolitik kämpfen." Die Land- und Forstwirtschaft präge Bayern wie kaum ein anderer Wirtschafts- und Gesellschaftsbereich, sagte Heidl ferner und gratulierte der neuen Bayerischen Landwirtschaftsministerin, Michaela Kaniber, zum Amt.

Ein zentrales Problem für die Bauernfamilien in der Oberpfalz bleibe der ungebremste Entzug von landwirtschaftlichen Flächen durch Bebauung und Ausgleichsflächen. Pro Jahr verschwinden im Freistaat rund 4 800 Hektar fruchtbarer Boden, davon alleine 838 Hektar in der Oberpfalz. "Wir brauchen endlich flächensparende Lösungen", betonte Heidl: "Uns Bauern darf nicht länger einfach der Boden unter den Füßen weggezogen werden, damit er zubetoniert wird oder als Ausgleichsfläche ausgewiesen wird und somit für die Landwirtschaft verloren geht!"

Um die Tierhaltung weiterzuentwickeln und die Vielfalt in der bayerischen Landwirtschaft zu erhalten, sind aus Heidls Sicht Konzepte nötig, die auch für Familienbetriebe umsetzbar sind. Er forderte von allen Beteiligten das nötige Augenmaß ein. Bei der Weiterentwicklung der Milchviehhaltung konnte ein wichtiger Schulterschluss zwischen Baden-Württemberg und Bayern erreicht werden: In einer gemeinsamen Erklärung zur Anbindehaltung erteilen die Ministerien und Bauernverbände aus beiden Bundesländern einem gesetzlichen Verbot oder vom Handel vorgegebenen Fristen eine Absage und schlagen stattdessen eine konsequente Weiterentwicklung von bestehenden Ställen vor. Man setze auf einen Weg, der auch für kleinere und mittlere Betriebe gangbar ist.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Damit Ihr nichts Wichtiges verpasst, könnt ihr unsere Push-Nachrichten nun auch im Facebook Messenger empfangen. Ihr müsst nur im Widget oben auf "Facebook Messenger" klicken und den Anweisungen folgen.

Außerdem gibt es nun zusätzlich zu unseren normalen Push-Meldungen spezielle Nachrichten-Kategorien:

Amberg, Weiden, Kreis Neustadt a.d. WN , Vohenstrauß , Tirschenreuth, Nabburg/Schwandorf, Sport , Ratgeber (u.a. Kochrezepte, Glücksrezept, etc.)

Alles was Ihr tun müsst: Meldet euch an (sofern noch nicht geschehen), schickt uns per WhatsApp oder Facebook Messenger das Wort "Kategorie". Ihr bekommt dann einen Link, über den Ihr die einzelnen Kanäle hinzubuchen oder abwählen könnt.

Wenn Ihr später weitere Kategorien hinzubuchen oder andere abwählen wollt: Schickt uns einfach erneut das Wort "Kategorie". 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.