02.03.2018 - 20:00 Uhr
Schwandorf

Biomasse-Lieferanten macht Witterung zu schaffen - Neue Spitze der Gemeinschaft Magere Ernte auf Energie-Feldern

"Wir wollen nicht klagen", sagt Thomas Kopf, auch wenn die Ernte nur durchschnittliche Erträge erbracht habe. Der Vorsitzende der "Liefergemeinschaft für Bioenergie" stellte bei der Hauptversammlung mit der "Durchwachsenen Silphie" eine pflegeleichte Pflanze als Alternative zum Mais vor.

Die Mitglieder der "Liefergemeinschaft für Bioenergie" wählten einen neuen Vorstand. Das Bild zeigt von links: Johann Kiener, Christian Stangl, Johannes Zilch, OB Andreas Feller, Thomas Henfling, Thomas Kopf, Robert Koller und Behördenleiter Reinhold Witt. Bild: Hirsch
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Die 130 Mitglieder der Interessensgemeinschaften belieferten die beiden Biogasanlagen in Schwandorf-Dachelhofen im vergangenen Jahr mit 10 000 Tonnen Gras, 14 000 Tonnen Ganzpflanzensilage und 25 000 Tonnen Mais. Das Minus von 3000 Tonnen beim Mais führte Thomas Kopf auf die nasskalte Witterung bei der Aussaat und die trockenheiße Phase im Juni zurück. Außerdem habe der Maiszünsler "zum Teil große Schäden" angerichtet. Beim Gras war "der erste Schnitt gut bis durchschnittlich", der zweite "aufgrund der Trockenheit ein Totalausfall" und der dritte "wegen der späten Ernte unterdurchschnittlich". Bei der Ganzpflanzensilage sprach Thomas Kopf von "guten Erträgen, weil die Ernte noch vor der einsetzenden Trockenheit stattfand".

Oberbürgermeister Andreas Feller sucht mit den Transportunternehmen nach Lösungen, um die Anlieferung des Grünguts nach Dachelhofen zu optimieren. Der Leiter des Landwirtschaftsamtes, Reinhold Witt, mahnte die Landwirte zur Einhaltung der Düngeverordnung, die einer berechtigten gesellschaftlichen Forderung entspreche.

Bei den Neuwahlen wurde Thomas Kopf im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Dem Vorstand gehören ferner zweiter Vorsitzender Christian Stangl, Kassier Johannes Zilch, Schriftführer Johann Kiener sowie die Beisitzer Thomas Henfling, Robert Koller und Stephan Fritsch an. Als Kassenprüfer stellten sich Ludwig Schmid und Georg Dirmeier zur Verfügung.

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