09.03.2018 - 20:00 Uhr
Schwandorf

Bockbierfest in Haselbach Starkes Bier und starke "Kapelln"

Die "Altneihauser" zu kopieren ist unmöglich. Deshalb hat die "Hoslbocher Feierwehrkapelln" das gar nicht versucht beim Starkbierfest und landet einen vollen Erfolg.

Die "Hoslbocher Feierwehrkapelln begeisterte beim Starkbierfest der FFW Haselbach. Bild: ame
von Anita MerlProfil

Über ein volles Haus konnte sich Christian Mändl, der Vorsitzende der Feuerwehr Haselbach beim Starkbierfest im Sportheim freuen. Nachdem Ortssprecher Alfred Merl das erste Fass Bockbier angezapft hatte, erläuterte Peter Neidl von der Schlossbrauerei Naabeck die Vorzüge des Fastengetränks, das "sechs Wochen lang bei minus ein Grad gereift ist und nun mit einem Alkoholgehalt von 6,5 Prozent als vollmundiges Bockbier zum Ausschank kommt".

Attraktion war natürlich der mit Spannung erwartete Auftritt der "Hoslbocher Feierwehrkapelln" unter Leitung von Stefan Pirzer. Der übernahm erst einmal alleine die Bühne. Ausgestattet mit dem "falschen" Monolog wähnte er sich beim Starkbierfest in Schwandorf und zog über das "Bergdorf Haselbach" her: "Umrahmt von Schweine- und Rinderzucht, Biogas und Mülldeponie, vollgestellt mit Traktoren und Containern, Ortssprecher und Stadtrat mit niederem IQ - da bin ich lieber in Schwandorf, als in Haselbach", resümierte er. Den "Irrtum" bemerkend, schwenkte er aber blitzschnell um und pries die Vorzüge Haselbachs: "Idyllisch am Bach gelegen, mit schönem Dorfplatz und alter Kirche, einem Dorfwirtshaus voller Leben, Ortssprecher und Stadtrat, die was auf dem Kasten haben - da ist die Welt noch in Ordnung". Oberbürgermeister Andreas Feller bekam die Licht- und Schattenseiten Schwandorfs präsentiert.

Dann marschierte die komplette "Feierwehrkapelln" ein, in voller Montur, optisch ein Hingucker und musikalisch auf Zack. Die beiden Auftritte waren hervorragend und wurden begeistert aufgenommen. Dies ist umso mehr mit Blick auf das Vorbild, die "Altneihauser Feierwehrkapelln" verdienstvoll. Und weil die "Altneihauser" einzigartig und nicht kopierbar sind, haben die "Hoslbocher" versucht, ihren eigenen Stil zu finden - was ihnen gelungen ist. "Spiritus Rector" Stefan Pirzer hat aus aktiven und reaktivierten Musikanten eine Gruppe geschmiedet, die nicht nur musikalisch beeindruckte, sondern auch schauspielerte und sich für keinen Scherz zu schade war.

Mit humorvollen Versen stellte er seine sieben "Falschspieler" vor: "Nun kommt um Haselbach zu erhellen, die Hoslbocher Feierwehrkapelln". Und "erhellt" wurde dann ordentlich beim zweiten Teil des Auftritts gemäß der Ansage: "... die Kapelle ärgert sich über Publikum mit wenig Intelligenz herum". Doch die Reime waren alle moderat und zudem passend eingebaut in viele Musikstücke: vom Gamsgebirgsmarsch über den Rehragout-Boarischen bis hin zum Erzherzog-Albrecht-Marsch. Höhepunkt des Abends war die Bayern-Hymne, vom Publikum stehend mitgesungen zur Musik der grandiosen "Hoslbocher Feierwehrkapelln".

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