Dr. Alexander Ried spricht über Palliativarbeit
Friedliches Sterben

Kreisbäuerin Barbara Hanauer (links) bedankte sich beim Referenten Dr. Alexander Ried (rechts) mit einem Geschenk. Bild: Hirsch
Vermischtes
Schwandorf
12.12.2016
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Schmerzen zu lindern und Symptome zu behandeln, steht für Dr. Alexander Ried im Vordergrund. Aber genauso wichtig ist für den Palliativmediziner aus Oberviechtach die Selbstbestimmung des Patienten in der letzten Lebensphase. Der Facharzt berichtete bei der Adventsfeier der Ortsbäuerinnen am Freitag in der Ziegelhütte über seine Erfahrung in der Palliativarbeit.

Dr. Alexander Ried achtet darauf, dass es in den Familien "friedlich" bleibt, um dem Sterbenden den Abschied zu erleichtern. "Rund 76 Prozent der Patienten wollen zu Hause sterben", zitiert der Therapeut aus einer Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung. Die Realität sehe aber aus: "Im Landkreis Schwandorf stirbt die Hälfte der Menschen im Krankenhaus." Der Facharzt für Palliativmedizin engagiert sich im Team der "Spezialisierten ambulanten Pallliativversorgung" (SAPV), das rund um die Uhr erreichbar ist und damit in Schwandorf die Lücke schließt, die in anderen Landkreisen Palliativ-Stationen ausfüllen.

Er setzt zur Linderung der Schmerzen Pflaster, Tabletten, Spritzen und Pumpen ein und bewahrt die Patienten vor unnötigen Operationen, "wenn sie keinen Sinn mehr haben".

Rund 76 Prozent der Patienten wollen zu Hause sterben.Dr. Alexander Ried in seinem Vortrag über Palliativarbeit
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