07.02.2018 - 20:44 Uhr
Schwandorf

Ehepaar vor dem Amtsgericht freigesprochen Geschenktes Crystal Meth?

Crystal Meth zum Nulltarif? Ein Ehepaar, 35 und 31 Jahre alt, behauptete das. Der Amtsrichter in Schwandorf wunderte sich über solche Großzügigkeit. Doch Gegenteiliges war nicht beweisbar.

Symbolbild: Uli Deck/dpa
von Autor HOUProfil

Allein der 35 Jahre alte Mann soll in einer Burglengenfelder Wohnung in über 250 Fällen die aus Tschechien stammende Droge in Portionen zwischen 0,2 und 0.4 Gramm gekauft haben. Doch er ließ wissen: "Ich war nur ein paar Mal im Haus meines Bekannten und bin von ihm mit Crystal beschenkt worden."

Das ließ sich nicht widerlegen. So wurden die Verfahren gegen das Ehepaar eingestellt. Anlass dafür: Der angeblich spendable 51-jährige Dealer verweigerte die Aussage. Das durfte er, denn gegen den Mann läuft gegenwärtig ein Ermittlungsverfahren, das ihn schwer in die Enge bringen könnte. Wie sich am Rande des Prozesses ergab, soll der Burglengenfelder über Jahre hinweg regelmäßig wöchentlich zwischen 40 und 60 Gramm Crystal Meth aus Tschechien bezogen haben. Bei den Lieferanten handelte es sich angeblich um zwei Russen, die nach Beobachtungen von Drogenfahndern der Kripo Amberg mit ständig wechselnden Fahrzeugen nach Burglengenfeld kamen und ihre Autos in Außenbereichen abstellten. Ein Gramm Crystal Meth kostet auf dem Oberpfälzer Schwarzmarkt rund 100 Euro.

Dem Vernehmen nach existierten Abnehmerlisten. Über sie und auch über einen Mann, der sich regelmäßig in der Wohnung des 51-Jährigen aufhielt, ergaben sich später Verdachtsmomente gegen das jetzt in Franken lebende Ehepaar. Beide gelten als drogenabhängig.

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