26.09.2017 - 12:58 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Entschärfung eines Blindgängers am Samstag beim Krankenhaus St. Barbara Evakuierungsplan steht

Der Evakuierungsplan für Samstag, 30. September, steht. Ein 300-Meter-Umkreis um das Krankenhaus St. Barbara und die Klinik selbst werden geräumt. Die Stadt informiert die betroffenen Anwohner mit einem Flugblatt, im Internet und am Bürgertelefon 09431/45-333. 

Die Stadt hat den Plan für das Gebiet veröffentlicht, das am Samstag, 30. September, ab 8 Uhr wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe geräumt werden muss. Grafik: NT/AZ, Quelle: Stadt Schwandorf
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Das Ordnungsamt hat seit dem Beschluss, die am Krankenhaus gefundene 250-Kilo-Fliegerbombe am Samstag zu entschärfen, an dem Evakuierungsplan und den entsprechenden Regelungen gearbeitet. Seit Dienstag werden Flugblätter verteilt, die die Anwohner informieren. Die genaue Liste der betroffenen Anwesen ist im Internet veröffentlicht.

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Der Evakuierungsbereich beginnt im Westen an der Steinberger Straße vor der Krankenhausunterführung, zieht sich entlang der Flurstraße, dann der Werthstraße bis etwa zur Röntgenstraße im Osten. Die Grenze des Bereichs läuft dann nach Norden durch das Gleisdreieck, über die Bahnlinien hinweg bis zur Escherichstraße, dann entlang des Kreuzbergrings bis zur Schreiner- und zur Uhlandstraße.

Das Rathaus hat eine Verfügung erlassen. Darin ist festgelegt, dass alle Gebäude in dem Bereich (siehe Grafik) am Samstag ab 8 Uhr nach Weisung der Polizei, Feuerwehr und THW geräumt werden müssen. Die Evakuierung ist keine freiwillige Sache, sondern wird wenn nötig auch unter Zwang durchgesetzt. Das Betreten und Befahren des Bereichs ist verboten, außer für Einsatzfahrzeuge und die Shuttlebusse, die während der Räumung ab 8 Uhr zur Oberpfalzhalle fahren. Dort kümmern sich BRK und Johanniter um die Bewohner, die während der Räumung hier bleiben wollen. Haltestellen des Busses von sind im Plan ersichtlich. Die Polizei sperrt den Bereich ab und bleibt in dem geräumten Gebiet präsent. Sie sorgt für die Sicherheit der Gebäude. Unterstützt werde die Schwandorfer Inspektion dabei durch Kräfte umliegender Polizeistandorte, sagte der Schwandorfer Polizeichef Armin Kott der Redaktion. Die Räumung wird nach der Entschärfung der Bombe durch die Polizei aufgehoben. Bislang gehen die Verantwortlichen davon aus, dass dies gegen 14 Uhr sein wird. Alle betroffenen Anwohner, die ihre Wohnung nicht eigenständig verlassen können oder ihre Angehörigen sollen sich umgehend an das Bürgertelefon (09431/45-333, von 8 bis 16 Uhr) wenden. Abholung und fachgerechte Betreuung werden dann organisiert.

Am Freitag war an der Baustelle am Krankenhaus St. Barbara eine britischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Sie stellt zwar nach Einschätzung der Sprengmeister vom Kommando Nürnberg keine akute Bedrohung dar, muss aber entschärft werden. Das soll am Samstag geschehen. Der ausgebaute Zünder wird vor Ort gesprengt, deshalb wird es eine kleine Detonation geben.

Das Krankenhaus St. Barbara trifft ebenfalls Vorbereitungen für die Evakuierung. Liegendkranke Patienten werden nach und nach in andere Häuser verlegt. Der Kreißsaal bleibt bis Donnerstag 12 Uhr in Betrieb, in der Notaufnahme werden Patienten bis Samstag, 30. September, um 6 Uhr früh versorgt und gegebenenfalls in andere Häuser weiter transportiert. Während der Räumung sind Notaufnahme und Bereitschaftspraxis geschlossen. Die Versorgung wird während dieser Zeit über umliegende Krankenhäuser sichergestellt.___Aktuelle Informationen gibt es auch unter www.barmherzige-bauen-zukunft.de Alle Artikel zum Bombenfund:

www.onetz.de/fliegerbombe-st-barbara

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