Fröhliche Stimmung und Unglücksfälle: Jahreswechsel im Landkreis bildet das "volle Programm" ...
Die Einen machen Party, die Anderen werden leidgeprüft

Verkohlte Bretter und Balken blieben von einer Scheune in Winklarn übrig, in die sich eine Silvesterrakete verirrt hatte. Bild: frd
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Schwandorf
02.01.2017
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Auf Wunderkerzen beschränkt war das Feuerwerk bei der Silvesterparty auf dem Oberviechtacher Marktplatz. Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Bild: frd

(am/bl/ihl) Freud und Leid lagen bei diesem Jahreswechsel im Landkreis nah beieinander. Während mancherorts - vor allem in Oberviechtach und Neunburg vorm Wald - auch auf öffentlichen Plätzen fröhlich in das neue Jahr hineingefeiert wurde, gab es Arbeit für die Polizei. Dafür sorgten eine Gewalttat in Maxhütte-Haidhof (Artikel oben), ein Scheunenbrand in Winklarn sowie schon gegen Mittag ein schwerer Unfall bei Guteneck (Bericht an anderer Stelle dieser Ausgabe).

Raketen und Böller waren aus Sicherheitsgründen tabu bei der Silvesterparty auf dem Oberviechtacher Marktplatz. Lediglich "Sterndlwerfer" (Wunderkerzen) hatten ihren großen Auftritt. Die fünfte Veranstaltung dieser Art hatten nach einer Pause im Vorjahr drei Vereine gemeinsam organisiert: die "Bierbüffel", der Handballverein und der FC Ovi-Teunz. Schlager und Oldies lieferten die Djs "CK Two", und viele Oberviechtacher ließen sich bei diesem Angebot nicht lange bitten.

Manche hatten sich nicht nur mit Mütze, sondern auch mit passendem Gruß auf dem Haarreif ausstaffiert, um den Jahreswechsel richtig zu würdigen. Die Kälte sorgte aber dafür, dass sich die Mehrheit erst wenige Stunden vor Mitternacht aus dem warmen Wohnzimmer ins Freie begab, als Ausgleich wurde dann bis 3 Uhr morgens Party gemacht.

Gut hatten es die Neunburger, für die mit 2017 ein Jubiläumsjahr anbrach. Die Stadt feiert nun in mehreren Veranstaltungen über das ganze Jahr verteilt ihr 1000-Jähriges. Aus diesem Anlass gab es gleich mal 100 Gläser Sekt gratis, einer feuchtfröhlichen Nacht stand da nichts im Weg. Bürgermeister Martin Birner ging auf Nummer sicher und hatte bei der Feier drei Schornsteinfeger als Glücksbringer im Schlepptau.

Weniger Glück hatten gleich zu Beginn des Jahres 2017 die Besitzer einer Scheune im Bereich des Winklarner Marktplatzes. Eine verirrte Rakete hatte dort gelagertes Brennholz entzündet, die Flammen erfassten im Nu das Dach des Bauwerks. Das unfreiwillige "Feuerwerk" hinterließ verkohlte Bretterwände und angesengtes Brennholz. Den Schaden bezifferte die Einsatzzentrale Regensburg am Sonntag auf 20 000 Euro. Nur durch die schlagkräftigen Feuerwehren von Winklarn, Dieterskirchen, Oberviechtach und Schneeberg konnte ein Großbrand oder ein Übergreifen auf umliegende Gebäude verhindert werden, nach 30 Minuten war der Brand gelöscht.

Mit einem bunten Feuerwerk, das am Himmel über Schwandorf gut zu sehen war, begrüßten die Kreisstädter das neue Jahr. Ungeduldige läuteten bereits ab 20 Uhr in Intervallen den Jahreswechsel ein, bevor es dann Punkt Mitternacht richtig knallig und laut wurde. Unfälle, Verbrennungen und größere von Böllern oder Raketen verursachte Brände blieben dieses Mal aus.

Einen von einer Rakete entfachten Matratzenbrand löschte der Hauseigentümer, bevor die Feuerwehr eintraf. Die Polizei schreibt von "lediglich" sieben Silvester bedingten Einsätzen. Der sinnloseste Vorfall, der gravierende Folgen nach sich zieht, war das Zertrümmern eines Briefkastens. Die Polizei bittet nun alle Bürger, dort eingeworfene Postsendungen erneut zu schicken. Meinungsverschiedenheiten zum Jahreswechsel wurden in Schwandorf glücklicherweise nur verbal ausgetragen.
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