15.10.2017 - 15:50 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Fronberger feiern bei Kaiserwetter Goldene Kirwa-Tage

Premiere bei der Fronberger Kirwa: Zum ersten Mal feierte der Verein am Sonntagnachmittag nicht in der Tenne der Brauereiwirtschaft, sondern auf der Maximilianstraße. Die Musiker nahmen auf dem Podium unter dem Baum Platz und spielten für die Gäste, die sich im Freien niedergelassen hatten.

Zum Baumaufstellen hatten sich wieder genügend Helfer eingefunden. Bilder: Hirsch (3)
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Die sommerlichen Temperaturen machten diese Neuerung möglich. Die zweite Neuerung: Im 40. Jahr seines Bestehens will sich der Verein ein neues Image geben und setzt auf Sport, Bewegung und gesunde Ernährung. "Unser Verein braucht eine Sport AG", forderte Hubert Rathey in seiner Eröffnungsrede am Samstagabend unter dem Kirchweih-Baum. Die Sparte "Kampfsport" werden "Iron Baron" (Baron Hubertus von Breidbach), sein Stellvertreter und Buchautor "The Wrighter" (Fabian Borkner) und die Sportskanone "The Storm", Hubert Sturm, vertreten. In der "Floppy-Gruppe" werden die Karl-Brüder den Hobmeier Rudi und den Herausgeber der Kirwa-Zeitung, Hermann Götz, ins Weltall schießen, "damit man auch dort etwas von der Fronberger Kirwa mitbekommt".

Für die Leitung der Table-Dance-Gruppe an der Kirwabaum-Stange hat Hubert Rathey seinen Adjutanten Achim Kröplin vorgesehen. Seine Anglizismen treiben weiter seltsame Blüten. Das Kirwabaum-Aufstellen übersetzt Hubert Rathey mit Church- Tree-Standup, organisiert vom "Moaxenbauer" und vom Zweck Michl. Seit 40 Jahren lege der Verein auch Wert auf gesunde Ernährung und biete "kalte Schaumsüppchen" an. Dann sind da noch die Zoigl-Jehovas mit Gerhard Hottner an der Spitze und die Frisbee-Scheiben-Küchl-Gruppe, geleitet von Stefan und Andrea Jobst. Schon bald nach der Ankunft der Helfer auf dem Dorfplatz machte die Nachricht die Runde: Beim Transport des Kirwabaums vom Stadtwald bei Steinberg am See nach Fronberg war der Wipfel abgebrochen. Um einen neuen Baum zu holen, blieb keine Zeit mehr. Nach kurzer Beratung entschloss man sich, die Bruchstelle zu stabilisieren und mit einer Krone zu kaschieren. Beim Baumaufstellen lief dann alles glatt.

Den Kirwapaaren, den Musikanten und den Wirtsleuten standen drei harte Tage bevor. Zwei Tanzabende, der Männerfrühschoppen am Montag in der Brauereiwirtschaft und der Kirwaausklang im Schützenheim. Stehvermögen brauchten vor allem die 22 Kirwapaare (Rekord) . Der Sonntag lief nach einem festen Zeremoniell ab. Nach Kirchgang und Frühschoppen war der Bursch bei der Familie seiner Tanzpartnerin zum Essen eingeladen und brachte für die Gastgeberin einen Blumenstrauß mit. Anschließend trafen sich die Paare beim ersten Kirwamoidl zum Kaffeetrinken. Heuer war Anna-Lisa Lippert an der Reihe. Mit Musik zogen die Paare am Nachmittag zum Dorfplatz und hatten dort ihren zweiten Tanzauftritt.

Am heutigen Montag können die Damen ausschlafen. Im Gegensatz zu den Burschen, für die der Männerfrühschoppen ein weiterer Pflichttermin ist. Wer im Saal der Brauereiwirtschaft einen Platz bekommen will, muss rechtzeitig dran sein. Kurz vor der Mittagszeit erreicht die Stimmung ihren Höhepunkt. Nach der Bayernhymne geht es hinaus ins Freie. Das Spektakel, der Tanz der maskierten Männer um den Baum, kann beginnen. Im Schützenheim, im ASV- Sportheim und privat klingt die Kirwa dann allmählich aus.

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