Fronberger Musikantentreffen trotz ein paar Ausfällen ein großer Erfolg
Grippe legt Bässe und Trompeter flach

Die Kirwamusikanten spielten beim "Fronberger Musikantentreffen" in neuer Besetzung. Links dahinter die "Fronberger Stubenmusi". Bilder: Hirsch(2)
Vermischtes
Schwandorf
06.03.2018
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Bodenständige Volkslieder, mal lustig und mal nachdenklich, freche Sprüche und einfach gestrickte Witze sind die Mischung, die den Erfolg des "Fronberger Musikantentreffens" ausmacht. Auch bei der 18. Auflage am Samstag war der Saal der Brauereiwirtschaft im Stadtteil ausverkauft.

Die "Fronberger Kirwamusikanten" spielten in neuer Besetzung auf. Sprecher Christian Ziegler weilte auf einem Biersymposion in Weltenburg, sein Stellvertreter Oswin Buchmann hatte sich auf der Jagd die "Grippe" geholt. So musste Herbert Hauser ran und einen österreichischen Marsch ansagen. Der Trompeter legte auch gleich noch einen Witz über die Alpenrepublik nach. Der jugendliche Ersatz spielte und sang beherzt auf und ließ die fehlenden "Profis" vergessen.

Nur die "halbe Gage"

Statt mit fünf traten die Lintacher Sänger nur mit drei Mann an. "Es fehlen die kompletten Bässe", bedauerte Hans Schwarz, "sie liegen mit Grippe im Bett". Fronberg erlebte an diesem Abend eine Premiere: "Zu dritt haben wir noch nie gesungen". Dafür wollte das Trio auch nur die "halbe Gage". Das wiederum rief die anderen Gruppen auf den Plan, die "nur gegen Naturalien" angetreten waren.

"Wir singen durch den Wald, weil uns des so g'fallt", reimten Otto Meier, Fritz Rumpler und Hans Schwarz. Sie sind auch gute Alt-Herren-Fußballer und erinnern sich an ein Spiel in Bodenwöhr, wo der "Radi" im Tor stand. Die Paulsdorfer haben dort zwar klar verloren, "aber hernach im Wirtshaus waren wir dem Gegner stimmlich haushoch überlegen".

"Bankerl unterm Baum"

Die Seebauer-Moidln sind Schwestern und stammen aus Weiden. Marga erzählt vorab einen Witz, "damit es stad wird im Saal". Gibt eine Frau nach einem Klassentreffen ihre Eindrücke wider: "Lauter alte G'sichter, aber neie Zähn'". Dann singt das Duo vom "Bankerl unterm Baum" und fragt: "Machst du so traurige Augen, weil die Männer nichts taugen".

Als die Fronberger Stubenmusik mit Gitarre, Hackbrett und Gesang aufspielte, ging Rudi Bergold das Herz auf: "Wie schön im Vergleich zu der krachenden Muse im Radio". Der Moderator aus Wernberg-Köblitz führte wieder durch das Programm und bereicherte es mit G'stanzl-Gesang: "Wenn der Pfarrer heimgeht vom Frauenbundfest, dann wird er ganz stad und bedankt sich für den Zölibat".

Das Musikantentreffen der "Fronberger Alten Herren" endete traditionell mit der Bayernhymne. Organisator Hermann Schick freute sich über den regen Zuspruch und die gute Stimmung im Saal und kündigte bereits das nächste Treffen im März 2019 an.
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