Graffiti-Künstler gestaltet Versorgungszentrale
Senefelders Bild auf Stein

Graffiti-Künstler Markus Raab (links) übergab am Mittwoch sein Werk an Oberbürgermeister Andreas Feller sowie die Vertreter der Fernwärmeversorgung, Christof Both und Walter Zurek (von links). Bild: Hirsch
Vermischtes
Schwandorf
17.08.2017
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Die Stadt hat dem Erfinder der Lithographie, Alois Senefelder, eine Straße gewidmet und nun ein weiteres Zeichen der Erinnerung gesetzt. Der Graffiti-Künstler Markus Raab verewigte Senefelder an einer Fernwärme-Versorgungszentrale.

Raab gestaltete die 30 Quadratmeter große Außenfassade in der Senefelder Straße mit einem Porträt des berühmten Schriftstellers, Musikers und Komponisten. Frauenköpfe in Schwarz-Weiß und Farbe sollen zudem die Möglichkeiten des von Alois Senefelder (1771 - 1834) erfundenen Druckverfahrens verdeutlichen. Der bayerische König habe sich die Lithographie zur Vermessung des Landes zunutze gemacht, betonte Werkleiter Walter Zurek. Die Technik des Steindrucks deutet Markus Raab mit weiteren Motiven an. Drei Wochen hat er für die Wandgestaltung gebraucht.

Markus Raab entwirft seine Bilder auf dem Computer und benutzt bei der praktischen Umsetzung UV-beständiges Kunstharz. Oberbürgermeister Andreas Feller hofft, dass vor allem die Jugendlichen, die täglich von der Bushaltestelle zur Konrad-Max-Kunz-Realschule marschieren, einen Blick auf das Kunstwerk werfen und sich mit der Person des Alois Senefelder auseinandersetzen. Werkleiter Walter Zurek wollte die Wand der Fernwärmezentrale, die das Weinberggebiet mit Energie versorgt, zunächst begrünen. Als der Versuch scheiterte, zog der Werkleiter den Schwandorfer Graffiti-Künstler Markus Raab zu Rate. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein war das Steindruckverfahren die Technik schlechthin für Farbdrucke in höherer Auflage, ehe die Lithographie durch den Offsetdruck abgelöst wurde. Heute wird Senefelders Erfindung fast nur noch im künstlerischen Bereich eingesetzt.
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