20.11.2017 - 20:10 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Imbissbuden-Inhaber sitzt vor der Wirtschaftsstrafkammer An der Steuer vorbei

Burglengenfeld/Regensburg. Seit Montag muss sich ein 45 Jahre alter gelernter Maler vor der für Wirtschaftsstrafsachen zuständigen Sechsten Strafkammer des Landgerichts Regensburg unter Vorsitz von Richterin Elke Escher verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt ihm Steuerhinterziehung in 17 Fällen zur Last. Als das Ausmaß des Steuerfrevels bekannt wurde, kam er im Sommer vergangenen Jahres in Untersuchungshaft, wurde aber zwei Wochen später unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt.

von Autor AHSProfil

Von 2013 bis 2014 betrieb der Angeklagte in Burglengenfeld einen Döner-Laden. Zwei weitere Geschäfte unterhielt er in Regensburg bereits seit dem Jahr 2009. Im gleichen Zeitraum hatte er auch einen Vertrieb von Energy Drinks inne. Während der gesamten Zeit seiner Unternehmertätigkeit gab der Angeklagte entweder gar keine Steuererklärungen ab oder solche, die offenbar rein gar nichts mit der Realität zu tun hatten. Die Finanzbehörden ermittelten nach einer Betriebsprüfung bezogen auf die Einkommens-, Gewerbe- und Umsatzsteuer einen Steuerschaden von insgesamt 583 005 Euro, der sich nun auch in der Anklageschrift wiederfindet.

Sofort nach Verlesen des Anklagesatzes baten die Verteidiger des Angeklagten, Jörg Meyer und Ulrich Weber, um ein Rechtsgespräch im stillen Kämmerlein. Nach mehr als zwei Stunden Tauziehen hinter verschlossenen Türen verkündete die Gerichtsvorsitzende lediglich, dass bis zum nächsten Verhandlungstag neue Steuerberechnungen angestellt werden müssten.

Der Prozess wird fortgesetzt, sobald das Finanzamt sein Zahlenwerk überprüft hat.

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