04.05.2018 - 20:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Internationales Qualifizierungsprojekt Ausbildung zum Altenpfleger

Ein internationales Qualifizierungsprojekt soll mehr Altenpfleger für den Landkreis Schwandorf bringen. Denn viele Pflegebetriebe spüren deutlich, dass es immer schwieriger wird, Stellen zu besetzen.

von Externer BeitragProfil

"Es kommt jetzt darauf an, dass wir einerseits noch mehr ungelernte Beschäftigte qualifizieren und andererseits alle Potenziale nutzen, die es sonst noch gibt. Auch Arbeitskräfte aus dem Ausland können dabei einen Beitrag leisten, um dem Fachkräftemangel in diesem Bereich entgegenzuwirken", sagte der Leiter der Arbeitsagentur Schwandorf, Markus Nitsch.

Aus diesem Grund führt die Agentur für Arbeit Schwandorf in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Personalservice (IPS) Bayern der Bundesagentur für Arbeit ein Qualifizierungsprojekt mit Bewerbern aus dem europäischen Ausland durch.

Nach einer intensiven Vorbereitungsphase mit Sprachkurs sollen die Teilnehmer eine dreijährige Ausbildung zur qualifizierten Altenpflegefachkraft absolvieren. Sie erhalten während der gesamten Zeit der Ausbildung ihr volles Gehalt als Helfer weiter.

Zusätzlich werden die Teilnehmer über die europäischen Förderprogramme "Your first EURES job" oder "Reactivate" gefördert (Umzugs-/Reisekosten). Nach erfolgreicher Ausbildung haben die Teilnehmer beste Chancen zur Weiterbeschäftigung als qualifizierte Fachkraft in einem Beruf mit Zukunft.

Die Anwerbung der Arbeitskräfte erfolgte durch den IPS im europäischen Ausland. Dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur ist es gelungen, fünf interessierte Pflegebetriebe zu finden, die für die ausländische Bewerbergruppe Arbeitsplätze zur Verfügung stellen und bereit sind, diese bei ihrer Ausbildung zu unterstützen. So sind kürzlich zehn Bewerber, davon zwei Bulgarinnen, vier Spanierinnen und vier Spanier mit fünf Pflegebetrieben aus den Landkreisen Schwandorf und Cham zu einer Informationsveranstaltung bei der Agentur für Arbeit Schwandorf zusammengetroffen.

Nach Informationen über das Projekt startete ein Speed-Dating. Dabei konnten manche Bewerbungsgespräche auf Deutsch geführt werden, nachdem die Bewerber bereits in ihrer Heimat einen Deutschkurs absolviert hatten. Das Ergebnis hätte nicht besser sein können. Das heißt, Bewerber und Arbeitgeber wurden sich schnell einig und jeder Arbeitnehmer bekam bei einem seiner Wunsch-Betriebe einen Arbeitsvertrag.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.