Investition im Krankenhaus
Herzensangelegenheit

Das Team des Herzkatheterlabors im St. Barbara-Krankenhaus freut sich über neue, größere Räume und eine Technik auf dem neuesten Stand. Mit dabei war Chefärztin Dr. Elisabeth Bösl (Dritte von links). Bild: Hirsch
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Schwandorf
04.07.2017
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1,5 Millionen Euro hat der Orden der Barmherzigen Brüder als Träger des St. Barbara-Krankenhauses vor sechs Jahren in die Einrichtung eines Herzkatheter-Labors investiert. Seitdem wurden dort 4000 herzkranke Patienten behandelt. Jetzt musste die Station umziehen, weil sie dem Erweiterungsbau im Weg stand.

Das von 75 auf 190 Quadratmeter gewachsene neue Labor wurde am Freitag eingeweiht. Chefärztin Dr. Elisabeth Bösl bezeichnete die Einrichtung als Glücksfall für die Menschen in der Region, "die Wert auf eine wohnortnahe Behandlung legen". Sie schätzt die Nähe des Labors zur Intensivstation des Hauses, was im Ernstfall wertvolle Zeit spare.

"Hier sind Sie in guten Händen". Wer ein solches Motto für sich in Anspruch nehme, müsse sich auch anstrengen, sagte Geschäftsführer Dr. Martin Baumann. Das St. Barbara-Krankenhaus garantiere eine wohnortnahe Akutversorgung für die Bürger des Landkreises. Pater Prior Seraphim Schorer vom Träger-Orden ging über den "Aspekt des rein Physischen" hinaus und betonte die ganzheitliche Betreuung und Behandlung des Patienten in den Häusern der Barmherzigen Brüder.

Glücklich schätzte sich auch Oberbürgermeister Andreas Feller über "ein derart hochwertiges medizinisches Angebot vor Ort" und überreichte Chefärztin Dr. Elisabeth Bösl einen Blumenstrauß. Pfarrer Thomas Senft und Pfarrer Arne Langbein segneten das Labor, dessen Mitarbeiter sich um die Aufrechterhaltung der Herzfunktion bemühen. Die Ärzte führen über die Arterien der Leiste oder des Handgelenks einen Katheter ein, können damit die Bereiche des Herzens untersuchen und bei Bedarf auch gleich einen Stent setzen, um damit verschlossene Herzkranzgefäße wieder zu öffnen. In den vergangenen sechs Jahren haben die Mediziner außerdem 700 Herzschrittmacher eingesetzt und dafür gesorgt, dass das Herz in Takt bleibt.

Geschäftsführer Dr. Martin Baumann kündigte den baldigen Beginn des Erweiterungsbaus an. Der Orden der "Barmherzigen Brüder" wird am Standort Schwandorf 50 Millionen Euro investieren. Auf fünf Stockwerken entstehen zwei neue Krankenstationen, eine Akutgeriatrie-Abteilung, eine Intensivstation und eine wesentlich erweiterte Notaufnahme. Der Freistaat Bayern beteiligt sich mit 38,8 Millionen Euro an den Gesamtkosten. Die "Barmherzigen Brüder" beschäftigen am Standort Schwandorf 700 Mitarbeiter, davon über 70 Ärzte.
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