09.03.2018 - 20:00 Uhr
Schwandorf

Karlheinz Böhm wäre kommende Woche 90 geworden Gerngesehener Gast im Landkreis

Der Landkreis hatte schon eine Vielzahl prominenter Besucher. Doch einer ragte besonders heraus: Karlheinz Böhm, als Schauspieler weltbekannt und nicht minder prominent in seiner selbst übernommenen Rolle des Wohltäters für die Hungernden in Afrika.

Der letzte Besuch im Dezember 2008: Karlheinz Böhm (Mitte) erhielt vom damals amtierenden Schwandorfer Landrat Volker Liedtke (rechts) und dessen Vorgänger Hans Schuierer einen Scheck über 5000 Euro für seine Arbeit in Äthiopien. Archiv-Bild: Götz
von Autor HOUProfil

Der 2014 in seiner Wahlheimat Grödig bei Salzburg gestorbene Karlheinz Böhm wäre am 16. März 2018, also in der kommenden Woche, 90 Jahre alt geworden. Der Hauptdarsteller aus den "Sissi"-Filmen mit Romy Schneider kam zu Beginn der 80er Jahre erstmals auf Einladung des damaligen Landrats Hans Schuierer ins Landratsamt. Ab dann erschien der gebürtige Darmstädter immer wieder in der mittleren Oberpfalz.

Vortragsreisen führten Böhm nach Bruck und Burglengenfeld, er traf sich auf Burg Wernberg-Köblitz mit dem Unternehmer Klaus Conrad und dessen Ehefrau Gertrud, war in Weiden zu Gast beim Verlag "Der neue Tag", hatte einen Besucheransturm, als er in der Schwandorfer Oberpfalzhalle eine Lesung zusammen mit der Schauspielerin Elisabeth Trissenaar gab. Böhm begab sich aber auch Mitte der 80er Jahre zusammen mit Landrat Hans Schuierer und dem damaligen NT-Redakteur Heinrich Mayer an den Bauzaun der atomaren Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf. Dort erteilte er dem später eingestellten Milliardenprojekt eine klare Absage. "Wir müssen das verhindern", unterstrich er.

In ganz besonderer Erinnerung ist allerdings ein Auftritt des global bekannten Schauspielers geblieben, der in Schwandorf stattfand. Zusammen mit seiner aus Äthiopien stammenden Ehefrau Almaz besuchte er eine Aufführung des am Krondorfer Anger gastierenden "Circus Sambesi". Das in Neumarkt ansässige Amateur-Unternehmen sammelte damals schon bei seinen Aufführungen mit Spenden für Böhms Aktion "Menschen für Menschen". Das tut es heute noch. Unter denen, die damals vor Böhms Augen in die Manege traten, befand sich der gebürtige Amberger Stefan Oster. Er gehörte seinerzeit als Clown zu "Sambesi" und ist heute Diözesanbischof von Passau. Seite 51

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.