03.04.2018 - 20:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Krankenhaus-Förderverein wirbt im Jubiläumsjahr für seine Arbeit In 25 Jahren 850 000 Euro gespendet

Hans Graf erlaubte keine Widerrede, wenn er einem das Aufnahmeformular in die Hand drückte. Andreas Wopperer versuchte es erst gar nicht und unterschrieb. Als der damalige Vorsitzende vor zehn Jahren starb, übernahm der CSU-Stadtrat den Verein der "Freunde und Förderer des Krankenhauses St. Barbara Schwandorf e.V." mit 500 Mitgliedern.

Oberbürgermeister Andreas Feller, Pflegedirektor Frank Hederer (von rechts) und Vorsitzender Andreas Wopperer (im Hintergrund) verteilten Info-Material des Krankenhaus-Fördervereins an die Globus-Kunden. Bild: Hirsch
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Das positive Feedback des Klinikpersonals und der Patienten bestärkt den Vorsitzenden, weiter zu machen. "Wir sehen die Ergebnisse unserer Bemühungen", sagt Andreas Wopperer und bezieht seine Vorstandskollegen mit ein. Jüngstes Beispiel war das Konzert der "Isartaler Hexen" in der Oberpfalzhalle zum 25-jährigen Bestehen des Vereins. Am Ende blieb ein Erlös von 8100 Euro übrig, den die Abteilung "Gynäkologie/Geburtshilfe" bekommen wird. In Form von neuen Lampen zur Behandlung der "Neugeborenen-Gelbsucht".

Chefärzte informieren

Am Donnerstag traten Förderverein und Klinik gemeinsam auf und postierten sich an einem Stand im Globus-Markt. Andreas Wopperer und seine Vorstandskollegen suchten das Gespräch mit den Passanten, verteilten Info-Material und gaben den Kindern Geschenke. Auch die Krankenhaus-Spitze war vertreten.

Geschäftsführer Dr. Martin Baumann stand Rede und Antwort, ebenso wie Pflegedirektor Frank Hederer und die Chefärzte der einzelnen Abteilungen. Mit ihrem Besuch bekundeten auch Oberbürgermeister Andreas Feller und Landtagsabgeordneter Franz Schindler den Stellenwert des Krankenhauses für die Stadt und den Landkreis.

850 000 Euro hat der Förderverein in den vergangenen 25 Jahren für Rollstühle, Beatmungsgeräte, Krankenbetten, Matratzen, Badetücher, Kameras, Broschüren, Notfallwägen und Infusionspumpen ausgegeben. Die größte Einzelanschaffung war 2010 der Kauf eines Narkosegeräts für 30 000 Euro. Bei der Gründung 1993 unterstützte der Globus-Markt den Verein mit einem Startkapital von 45 000 Mark. Im Februar übernahm Marktleiter Reiner Debernitz die Gage für die "Isartaler Hexen". Am Donnerstag machte er im Markt Platz für den Förderverein, der sich werbewirksam postieren konnte.

Neue Stationen

25 Jahre Förderverein und Start für eine 50-Millionen-Euro-Investition: 2018 ist für das St. Barbara-Krankenhaus ein besonderes Jahr. "Wir sind voll im Zeitplan", sagt Pflegedirektor Frank Hederer mit Blick auf die Baustelle. Bis zum Herbst werde der Rohbau stehen. Auf fünf Stockwerken entstehen zwei neue Krankenstationen, eine Akutgeriatrie-Abteilung, eine Intensivstation und die Notaufnahme, die um das Dreifache vergrößert werden soll. Schwandorf ist das drittgrößte Krankenhausprojekt in Bayern. Der Freistaat Bayern beteiligt sich mit 38,8 Millionen Euro. Die "Barmherzigen Brüder" beschäftigen am Standort Schwandorf 700 Mitarbeiter, davon über 70 Ärzte. Mit der neuen Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe wurde das Haus enorm aufgewertet. Dort erblicken jetzt im Jahr rund 750 Kinder das Licht der Welt.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.