Motorsportclub läuft prima

Maximilian Zepf am Steuer seiner Jaguars E V12 Coupe.
Vermischtes
Schwandorf
19.06.2017
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Der MSC Schwandorf ehrte die Gründungsmitglieder (von links): Herbert Behlert, Egon Elgass, Elisabeth Feldmeier, Peter Feldmeier, Margret Golser, Hans Wimmer, Hannelore Hanka, Erich Gruber, Rita Kleber, Thomas Fink, Walter Kleber, Jakob Scharf, Andreas Feller und Christian Guder. Bilder: Hirsch (2)

Es war die Zeit des Golf GTI, des Ford Escort RS und des Opel Kadett GTS, als sich sieben "Auto-Verrückte" im ehemaligen Kloster-Hotel trafen und den Motorsportclub aus der Taufe hoben. Nur einer konnte sich damals einen Porsche leisten.

Aus dem Häufchen der Gründer ist inzwischen ein stolzer Verein mit über 500 Mitgliedern geworden. Bei der 40-Jahrfeier des Motorsportclubs am Samstag im Gasthaus Holler in Oder erinnerte Gründungsvorsitzender Egon Elgass (67) an die damaligen Ziele: "Wir wollten keine Autos von der Stange fahren." "Tiefer, breiter, nutzlos" war damals die Divise. Der zunehmende Wohlstand der 1970er Jahre habe sich im Auto widergespiegelt und bei den jungen Leuten Begehrlichkeiten geweckt.

Aus der Interessensgemeinschaft ist am 17. Februar 1977 der Motorsportclub geworden. Zunächst als Untergruppe des ADAC, ab 1984 dann als selbstständiger Verein. Der damalige ADAC-Vorsitzende und einziger Porsche-Fahrer Siegfried Steiniger nahm die jungen Leute gerne in den Club auf. "MSC-Gründervater" und Kfz-Meister Egon Elgass blickt in die Zukunft und ist überzeugt: "Das Auto hat sich noch nie in einer solchen Wandlung befunden wie zur Zeit". Der Gründungsvorsitzende stand vier Jahre an der Spitze des Motorsportclubs. Dann kam die lange, erfolgreiche Ära des vor zwei Jahren verstorbenen Ehrenvorsitzenden Hans Golser. 2005 kehrte Egon Elgass in den MSC-Vorstand zurück, zunächst als zweiter und ab 2009 als erster Vorsitzender. Dann zog das MSC-Urgestein endgültig den Schlussstrich. Seitdem lenkt Christian Guder die Geschicke des Vereins mit über 500 Mitgliedern.

Walter Röhrl zu Gast

Der MSC besteht heute aus den Abteilungen Kart-Slalom, Motocross und Oldtimer. Die ursprüngliche "Slalom-Sparte" hat sich aufgelöst. "Der bürokratische Aufwand ist zu groß geworden", begründet Egon Elgass diesen Schritt. Vorsitzender Christian Guder erinnerte an die ersten Jahre, "als sich die Mitglieder vom Rennfieber anstecken ließen". Die ersten Automobilslaloms und Orientierungsfahrten wurden organisiert. Im August 1978 war Rallye-As Walter Röhrl erstmals zu Besuch und ließ sich gleich als Ehrenmitglied aufnehmen.

Von Beginn an hat sich der Verein die Verkehrssicherheit zur Verpflichtung gemacht. Mit Verkehrssicherheitstagen, Vorträgen zu aktuellen Themen, Pannen- und Erste-Hilfe-Kursen und Geschicklichkeitsturnieren machte der MSC auf sich aufmerksam. "Es ging ständig bergauf", stellte Christian Guder in seinem Rückblick fest.

Die Moto-Cross-Abteilung ist mit 367 Mitgliedern stärkste Sparte des Vereins. Im Jahre 1990 kam die Kart-Abteilung mit aktuell 54 Mitgliedern dazu. Wiederbelebt wurde die Oldtimer-Abteilung mit 17 Mitgliedern, die regelmäßig Ausfahrten organisiert. Ziel sei es von Beginn an auch gewesen, so der Vorsitzende, die jungen Verkehrsteilnehmer auf den Straßenverkehr vorzubereiten. Ab 2006 veranstaltete der MSC mit dem Stadtverband für Sport die jährlichen Seifenkistenrennen.

"Durstige Katze"

Zusammen mit Herbert Behlert vom ADAC Nordbayern ehrte der Vorsitzende die Gründungsmitglieder Egon Elgass, Peter Feldmeier, Walter Kleber, Erich Gruber, Hans Wimmer, Elisabeth Feldmeier, Margret Golser, Rita Kleber und Hannelore Hanka. Zum Geburtstag gratulierten stellvertretender Landrat Jakob Scharf, Oberbürgermeister Andreas Feller und Stadtverbandsvorsitzender Thomas Fink.

Am Samstagvormittag präsentierten sich die Abteilungen Moto-Cross, Kart und Oldtimer am Globus-Parkplatz. Ein Blickfang war der Jaguar E V12 Coupe mit Zwölf-Zylinder-Motor, 5,41 Liter Hubraum und 269 PS aus dem Jahre 1972, von dem nur 7500 Stück gebaut wurden. Das Auto kostete damals 40 000 Mark und war bereits mit Automatik und Klimaanlage ausgestattet. Vor fünf Jahren hat Maximilian Zepf das Fahrzeug erworben. Seitdem nutzt er die "durstige Katze" (25 bis 30 Liter auf 100 Kiloemter) zu Oldtimer-Ausfahrten.
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