Neuer Festplatz etabliert
Frischer Wind am Blasturm

Die beiden Geistlichen Hans Amann (links) und Alfredo Malikoswki (rechts) gestalteten gemeinsam mit den katholischen Kirchenchöre St. Jakob und St. Andreas sowie dem evangelischen Gospelchor " Heavenbound" die ökumenische Morgenfeier zum Bürgerfest. Bild: Hirsch
Vermischtes
Schwandorf
09.07.2017
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Zum Jubiläumsbürgerfest eine Premiere: Der Blasturm wurde mit einbezogen. Der Oberpfälzer Waldverein verwandelte die neu gestaltete Terrasse in eine gut besuchte Feiermeile.

Stadtrat Kurt Mieschala werkelte am Grill, von der Bühne klang zunächst Volksmusik von den "Selbergstrickten" und Christian Rathey, abends legte das "Musicproject" mit Folk-Klassikern los. Neben frischem Bier und alkoholfreien Getränken gab's am Blasturm gratis ein leichtes Lüftchen, das für etwas Abkühlung sorgte und so für den kurzen Aufstieg zum Turm entschädigte.

Genau der richtige Platz also für eine kurze Pause, ehe es wieder ins Getümmel gehen konnte: Zum Schlesierplatz etwa, wo beim Auftritt der Bananafishbones kein Durchkommen mehr war. Leider ließ der Sound hier im Gegensatz zu den anderen Bühnen des Fests ein wenig zu wünschen übrig, der Feierlaune tat dies keinen Abbruch. Komplett andere Richtung am späten Abend auf dem Kolpingplatz: "Cato Janko" zeigten, dass aktueller Elektropop auch live ein Erlebnis sein kann. Auf klassische Rockgrößen wie Mark Knopfler und die Dire Straits setze zum Finale am Samstag "String" vor dem Pfleghof: Die Band räumte mächtig ab, in der Kirchengasse und auf der Pfleghofterrasse stand das Publikum dicht gedrängt. Schlagerfans, die Lust auf eine eher ungewöhnliche Performance hatten, trafen sich beim "Criss & Stefan" am Wendelinplatz.

"Handys ausschalten und mit dem Netzanbieter 'Gott' Kontakt aufnehmen". Das empfahl Dekan Hans Amann den Gläubigen bei der ökumenischen Morgenfeier am Sonntag auf dem Marktplatz. Der Geistliche ermunterte die Menschen, das Bürgerfest für soziale Kontakte zu nutzen und die Herzen zu öffnen für andere. "Die Kirchen wollen dabei sein, wenn die Stadt feiert", so der Pfarrer von St. Jakob. Der Mensch brauche Pausen, um sich von der "täglichen Vereinnahmung" zu lösen. Der evangelische Pfarrer Alfredo Malikowski beschrieb den Menschen in seiner Schwäche und Unvollkommenheit und hoffte auf "Gottes Liebe als Quelle des Lebens und Band der Vollkommenheit".

Die katholischen Kirchenchöre St. Jakob und St. Andreas sowie der evangelische Gospelchor "Heavenbound" gestalteten den gut besuchten Gottesdienst musikalisch und brachten in ihren rhythmischen Liedern jene Dankbarkeit zum Ausdruck, "die sich", wie es Pfarrer Hans Amann formulierte, "wie ein roter Faden durch das christliche Leben zieht". Die Freude sei "das Dienstgeheimnis aller Christen", das allerdings nicht der Verschwiegenheitspflicht unterliege.

Der Erlös der Kollekte geht an die Initiative "German Doctors", die sich weltweit für benachteiligte Menschen einsetzt.
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