Oberpfälzer Fischsaison auf dem Mulzer-Hof eröffnet
Eine "Lieblingsspeise der Menschen

Teichwirt Marco Mulzer und seine Lebensgefährtin Christina Steinbauer (rechts) servierten den Gästen Karpfenfilet gebacken mit Kartoffelsalat. Sehr zur Freude von Bezirkstagspräsident Franz Löffler (links), der auf dem Mulzer-Hof die Oberpfälzer Fischsaison eröffnete. Bild: Hirsch
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Schwandorf
12.10.2017
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Steinberg am See. Als Vorspeise servierte die Familie Mulzer eine klare Fischbrühe mit Karpfennockerln und als Hauptgericht Karpfenfilet gebacken mit Kartoffelsalat. Anlass war die Eröffnung der Oberpfälzer Fischsaison, die Bezirkstagspräsident Franz Löffler am Mittwoch auf den Mulzer-Hof in Oberweiherhaus (Gemeinde Steinberg am See) verlegte.

Der gelernte Maschinenbau-Ingenieur Marco Mulzer (31) bewirtschaftet im Nebenerwerb 80 Hektar Karpfenteiche und erntet im Jahr 50 Tonnen Fisch, die er "veredelt", räuchert und filetiert und damit die regionale Gastronomie bedient. Ganz im Sinne des diesjährigen Fischsaison-Mottos: "Traditionelles Handwerk trifft junge Ideen".

Auf den Koch kommt es an

Der Präsident des Oberpfälzer Fischereiverbandes, Luitpold Edenhart (Schwandorf), zählt "den Fisch schon seit Urzeiten zu den Lieblingsspeisen der Menschen". Er sei "ein gesundes, wohlschmeckendes und leicht verdauliches Nahrungsmittel ". Unter dem Beifall der zahlreichen Vertreter aus Politik, Verbänden, Behörden und der Wirtschaft versicherte der Verbandsvertreter: "Der Fisch kann in den Händen eines geschickten Kochs zu einer unerschöpflichen Quelle geschmacklicher Genüsse werden."

Bezirkstagspräsident Franz Löffler sprach von enormen Herausforderungen, vor denen die Teichwirtschaft heute stehe. Für ihn gehe das Gleichgewicht verloren, wenn Kormoran, Biber und Otter sich ungestört ausbreiten könnten und die Existenz der Teichwirte bedrohten. Ihm gehe es nicht darum, "einer Art den Garaus zu machen", so der Chamer Landrat, sondern darum, die Identität, die Wertschöpfung und die Lebensgrundlage eines Jahrhunderte alten Wirtschaftszweiges zu erhalten.

Mehr Wertschätzung

Der Mulzer-Betrieb geht bis ins Jahr 1792 zurück. Marco Mulzer hat ihn von seinem Großvater übernommen. "Es bleibt nicht genügend übrig, um den Betrieb voranzubringen", stellte der Inhaber fest, obwohl er den Fisch veredle und auf Märkten und Festen anbiete. Der Teichwirt klagt über "zu viele Unwägbarkeiten im Kampf mit den Behörden, den Naturschutzverbänden und der Politik". "Geben Sie uns Teichwirten eine Chance, uns weiter entwickeln zu können", appellierte Marco Mulzer an die politischen Entscheidungsträger. Der "Erzeuger gesunder Lebensmittel" wünscht sich zudem mehr Wertschätzung in der Öffentlichkeit.

Geben Sie uns Teichwirten eine Chance, uns weiter entwickeln zu können.Marco Mulzer
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