Palliativ-Netzwerk stellt neuen Flyer vor
Selbstbestimmt bis zum Ende

Dr. Karin Klier (von links) Dr. Wolfgang Laaths, Dr. Harald Klier, Dr. Christoph Balzer, Landrat Thomas Ebeling, Birgit Wölker, Gerhard Fersch, Michaela Koller, Dr. Albert Pronath, Evi Seitz, Monika Kagerer, Matthias Stier und Michaela Windl arbeiten im Palliativ-Netzwerk des Landkreises zusammen. Bild: Hirsch
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Schwandorf
19.12.2016
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Im Mai 2014 hat sich im Landkreis ein Palliativ-Netzwerk mit dem Ziel gegründet, unheilbar kranken Patienten ein menschenwürdiges Lebensende zu ermöglichen. Inzwischen gehören der Initiative 35 Partner an. Am Donnerstag stellten sie im Landratsamt den neuen Flyer vor.

Dr. Wolfgang Laaths, Koordinator und Vorsitzender des Hospizvereins, sieht das Netzwerk als "Ergänzung zur medizinischen Versorgung". Bei der palliativen Begleitung stehe die Schmerzlinderung im Vordergrund. Dr. Laaths hat Hospiz- und Pflegedienste, Hausärzte, kirchliche Dienste, die Seniorenfachstelle des Landratsamtes sowie Kranken- und Pflegekassen mit ins Boot geholt und das breite Angebot für Betroffene und deren Angehörige in einem Faltblatt zusammengestellt.

Hintergrundwissen wichtig

Dr. Albert Pronath ist Leitender Oberarzt an der Asklepios-Klinik Burglengenfeld und sieht neben der medizinischen Versorgung seine Hauptaufgabe darin, "den Patienten den Weg von der Klinik zur häuslichen Pflege" zu bahnen. Der Leiter des Seniorenheims "Naabtalpark Burglengenfeld", Matthias Stier, will den Sterbenden "ein selbstbestimmtes Leben bis zum Ende" ermöglichen. Rund um die Uhr erreichbar sind die Mitarbeiter der "Pallicura GmbH", einer "Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung" (SAPV).

Pflegedienstleiterin Monika Kagerer lobte die gute Zusammenarbeit mit den ambulanten Pflegediensten im Landkreis. Auf medizinische Unterstützung ist Michaela Windl, stellvertretende Leiterin des Seniorenheims Margarethenhof in Wackersdorf angewiesen, "weil uns oft das medizinische Hintergrundwissen fehlt".

Als "Ergänzung zu den medizinischen und pflegerischen Angeboten" sieht Michaela Koller die Arbeit des "Hospizvereins für die Stadt und den Landkreis Schwandorf". Das Thema "Sterben" möchte Birgit Wölker von der Hospiz-Initiative der Caritas "enttabuisieren". Sterbebegleitung sei den Hausärzten schon immer ein Anliegen gewesen, sagt Dr. Karin Klier vom Ärztlichen Kreisverband.

An der Schnittstelle

Der Palliativ-Mediziner Dr. Christoph Balzer, Chefarzt am Krankenhaus St. Barbara in Schwandorf, arbeitet an der Schnittstelle des ärztlich-stationären und des pflegerisch-ambulanten Bereiches. In dieser Funktion möchte er den Palliativ-Gedanken weitertragen. Als Koordinatoren des Netzwerkes sehen sich Landrat Thomas Ebeling und die Leiterin der Seniorenfachstelle, Evi Seitz. Sie haben den neuen Flyer, der in einer Auflage von 5000 Stück erschienen ist, auch auf die Homepage des Landkreises gestellt.
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