01.05.2018 - 20:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Planungs- und Umweltausschuss: Erneut Einwendungen bei "Schübelfeld-West" nach Gerichtsurteil ... Baugebiet: Prozedere beginnt von vorne

Beim Bebauungsplan "Schübelfeld-West" beginnt das Prozedere von vorne. Die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses mussten bei ihrer jüngsten Sitzung erneut die Einwendungen abwägen. Sie ähnelten denen vor zwei Jahren. Geruch aus dem benachbarten Pferdestall, Hundegebell aus dem nahen Tierheim, Lärm durch wachsenden Verkehr. Davor sollten die künftigen Bewohner im Baugebiet "Schübelfeld-West" geschützt werden. Der Planungsausschuss verwarf 2016 diese Einwendungen, worauf die Bedenkenträger vor das Verwaltungsgericht zogen und Recht bekamen. Jetzt besserte die Stadt mit neuen Berechnungen zur Lärmbelastung nach und holte ein Gutachten ein. "Die Lärmgrenzwerte werden eingehalten", stellte Amtsleiter Reinhard Schade mit Blick auf das Gutachten fest. Und "Stallgeruch" und "Hundegebell" seien zu vernachlässigen, so der Stadtbaudirektor.

Wann geht es im Gebiet "Schübelfeld West" weiter? Der Planungsausschuss schuf die Voraussetzungen für die Fortsetzung der Bauarbeiten. Bild: Hirsch
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Einzig den Einwand des Landesfischereiverbandes als Träger öffentlicher Belange ließ der Planungsausschuss gelten. Von den geplanten Metalldächern der Häuser könnten Giftstoffe ins Wasser gelangen und die Fische schädigen. Die Ausschussmitglieder änderten die Pläne und lassen nur noch Titanzink an den Dächern zu. Sie beschlossen den Bebauungsplan als Satzung und schufen damit die Voraussetzungen für eine erneute Auslegung.

Eine Nachbesserung war auch beim Bebauungsplan mit integriertem Grünordnungsplan für das "Gewerbegebiet Sitzenhof Waldfabrik" erforderlich. Der Planungsausschuss hatte im Dezember 2017 den Vorentwurf gebilligt und die Verwaltung mit der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange beauftragt. Nun hat sich ergeben, dass die Firma Horsch zusätzliche Ausgleichsflächen bereitstellen muss. Oberbürgermeister Andreas Feller stellte dazu fest: "Die Ausgleichsflächen und das bestehende Ökokonto der Firma Horsch liegen in unmittelbarer Nähe des Geltungsbereichs und können problemlos einbezogen werden".

Der Ausschuss billigte den vorliegenden Entwurf und beauftragte die Verwaltung, die Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und Träger öffentlicher Belange einzuleiten.

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