27.11.2017 - 22:30 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Pluspunkte bei der Bildung

Der Landkreis vergibt zum achten Mal den Zukunftspreis. In der Kategorie Bildung konkurrieren 50 eingereichte Projekte. Die 200 Besucher eines Gala-Abends erfahren: Die Preisträger kommen heuer aus Schwandorf, Nabburg und Neunburg vorm Wald.

Die Zukunftspreise gingen heuer an das Gauß-Gymnasium in Schwandorf, die Naabtal-Realschule in Nabburg, die Mittelschule in Neunburg und an die Schwandorfer Firma Horsch. An deren Repräsentanten überreichten Landrat Thomas Ebeling (Fünfter von rechts) und der Vorsitzende des Vereins Partner für den Landkreis Schwandorf, Alois Hagl (links), jeweils eine Skulptur und einen Scheck. Bild: Hirsch
von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Es gab noch nie so viele Bewerbungen und Nominierungen wie in diesem Jahr: 39 Bildungseinrichtungen und Firmen reichten 50 herausragende Projekte ein und stellten sich dem Votum der Jury. Über diese Rekordbeteiligung freute sich der Geschäftsführer des Vereins Partner für den Landkreis Schwandorf, Christian Meyer, der die Zukunftspreis-Gala am Montagabend im Veranstaltungssaal des Zweckverbandes Müllverwertung in Schwandorf-Dachelhofen moderierte. Unter den Besuchern dominierten in diesem Jahr die Repräsentanten der teilnehmenden Schulen. Ebenso waren aber auch Vertreter aus Wirtschaft und Politik, darunter der Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier und MdL Joachim Hanisch, gekommen. Landrat Thomas Ebeling dankte den Bewerbern fürs Mitmachen.

Der Vorsitzende des Partner-Vereins, Alois Hagl, der die Gala zur Preisverleihung alljährlich ausrichtet, rief in Erinnerung, dass die Preisvergabe dazu dient, die Attraktivität und die Stärken des Landkreises herauszuheben. Für die musikalische Begleitung des Festaktes sorgte die Jazzband des Oberviechtacher Ortenburg-Gymnasiums.

Nach einem 30-minütigen Film, in dem alle Bewerber und ihre Projekte zu sehen waren, erreichte der Abend den Höhepunkt. Als erste Laudatorin trat Regierungsschulrätin Susanne Knorr ans Mikrofon, um bekanntzugeben, dass die Preis in der Rubrik der Grund- und Mittelschulen an die Mittelschule in Neunburg vorm Wald geht, die sich oberpfalzweit als Leuchtturm in der Digitalisierung präsentiert. In der Klasse für Realschulen, Gymnasien, FOS/BOS und Berufsschule entschied sich die Bewertungskommission, zwei gleichwertige Preise zu vergeben: Ministerialbeauftragte Maria Kinzinger lobte das Engagement der Nabburger Realschule, die als Hochburg gilt, wenn es darum geht, die Begeisterung für Mint-Berufe zu wecken. Und Ministerialbeauftragter Franz Xaver Huber würdigte das Science-Camp des Schwandorfer Gymnasiums, das 32 Schülern der zehnten Jahrgangsstufe die Möglichkeit der Begabtenförderung an der OTH Amberg-Weiden bietet. Als die Vergabe für "Weitere Projekte" an der Reihe war, unterstrich IHK-Vizepräsident Thomas Hanauer, dass die Schwandorfer Firma Horsch einen außergewöhnlichen Beitrag zur Integration leistet, indem sie zehn jungen Flüchtlingen Ausbildungsplätze bietet.

Die vier Gewinner erhielten jeweils 1000 Euro Preisgeld und eine Skulptur, die der Nabburger Künstler Paul Schinner kreierte. Während der Gala-Veranstaltung hielt der Journalist und ehemalige Pressesprecher im Europäischen Parlament, Michael G. Möhnle, einen Impuls-Vortrag. Sein Thema lautete "Jugend heute - fit für Europa von morgen" (Bericht folgt).

Die Zukunftspreisträger 2017

Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium Schwandorf

"Ostbayerische Science-Camps" zur Begabtenförderung: Über den Preis freuten sich die Projektleiter Markus Anthofer und Silke Höger.

Naabtal-Realschule Nabburg

"Mint-Konzept" für den Bereich der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Den Preis bekamen Schulleiterin Hannelore Reil-Heining und die für die Projektkoordination zuständige Seminarrektorin Liane Schuster ausgehändigt.

Mittelschule Neunburg vorm Wald

"Modellprojekt Digitale Schule 2020": Als einzige Schule aus der Oberpfalz beteiligt sich Neunburg an dem bayernweiten Modell. Den Preis nahmen Schulleiterin Irene Träxler und Bürgermeister Martin Birner entgegen.

Horsch Maschinen GmbH Schwandorf

"Integration und Ausbildung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge": Der Preis ging an die für Marketing, Vertrieb und Service zuständige Gesellschafterin Cornelia Horsch. (am)

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