Polizei wollte nur Hund sicherstellen, dann eskaliert die Situation
Beleidigungen und Todesdrohungen

Symbolbil: Patrick Seeger/dpa
Vermischtes
Schwandorf
10.05.2018
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Die Polizisten wollten nur einen Hund sicherstellen. Die Situation eskalierte, das Pärchen, das mit dem Tier unterwegs war, rastete aus. Es folgten Beleidugungen und Todesdrohungen. Eine zweite Streife musste anrücken.

Wie die Polizei mitteilt, sollte ein Streife in Schwandorf im Auftrag des Landratsamtes den Hund eines polizeibekannten Paares sicherstellen. Es war bekannt geworden, dass die 34-jährige arbeitslose Frau, gegen die seit mehreren Jahren ein Tierhalteverbot besteht, an eine französische Bulldogge gelangt war - deren Herkunft zudem zweifelhaft war.

Als die Beamten ihr und ihrem 26-jährigen Freund erklärten, dass der Hund in Quarantäne genommen werde, rasteten beide laut Polizeibericht völlig aus. Sie drohten den Polizisten mit Pfefferspray und mit anderen Hunden, die sie auf die Beamten hetzen würden. "Sie unterstellten den Beamten behindert und zugekokste Bastarde zu sein", wie es im Bericht heißt. Der Veräußerin des Hundes drohten sie, noch um 21.30 Uhr sterben zu müssen. Auch gegenüber dem Tierheim, wo der Hund unterkam, kündigte die Frau unterschwellig Vergeltungsmaßnahmen an.

Mit Unterstützung einer zweiten Streife nahmen die Polizisten den Hund trotzdem in Obhut und überstellten ihn dem Tierheim. Der 34-Jährigen wurde der Gewahrsam angedroht, falls sie in irgendeiner Weise gegen andere tätig werden würde.
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