Polizei: Zärtlichkeiten der anderen Art
Freund beißt Freundin

Symbolbild: Friso Gentsch/dpa
Vermischtes
Schwandorf
10.05.2018
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Ein kleines Küsschen auf die Backe, ein dicker Schmatzer auf den Mund, ein Geschlecke mit den Zungen: Jedes Pärchen hat seinen eigenen Stil, Zärtlichkeiten auszutauschen. Jeder wie er möchte. Was aber ein Schwandorfer Paar machte, muss ja nun wirklich nicht sein. Sogar die Polizei musste wegen dieses "Kusses" in einem Wirtshaus anrücken. Was wiederum schlechte Folgen für den eigentlich unbeteiligten Wirt hatte.

Ein amtsbekanntes - laut dem Polizeibericht "dem  Alkohol frönendes" - Pärchen tauschte am Mittwoch Zärtlichkeiten der anderen Art aus. Mal wieder, wie die Polizei berichtet. Die 46-jährige Frau rief am Nachmittag die Polizei, ihr gleichaltriger Freund habe ihr in die Nase gebissen. Der Mann sprach dagegen nur von einem Kuss.

Da unbeteiligte Zeugen fehlen, bleibt der wahre Hergang zunächst im Dunkeln. Die Polizei hat trotzdem Ermittlungen wegen Körperverletzung aufgenommen.

Die Beißattacke - aus anderer Sicht eben der Kuss - trug sich in einer Schwandorfer Gaststätte in der Regensburger Straße zu. Was auch Folgen für den Wirt. Der Streife fiel nämlich auf, dass der 53-jährige Gastronom gegen einige gaststättenrechtliche Auflagen verstieß. Es fehlten Namensschild und Preisangaben am Eingang. Zudem durften die Gäste im Wirtshaus rauchen. Um geprüfte Feuerlöscher kümmerte sich der 53-Jährige auch nicht. Und zu guter Letzt beanstandeten die Polizisten die Außenwerbung, sie entsprach nicht den Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrages. Die Folge: Dem Wirt erwartet nun ein umfangreiches Ordnungswidrigkeitenverfahren mit einem vermutlich empfindlichen Bußgeld.
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