14.02.2018 - 14:52 Uhr
Schwandorf

Polizeiinspektion zieht Bilanz Deutlich mehr Drogenfahrten

Die gute Nachricht: Am Dienstag muss die Polizei bei ihren Alkohol- und Drogenkontrollen keinen Fahrer aus dem Verkehr ziehen. Die "Faschingsbilanz" des Sachbearbeiters Verkehr, Dieter Jäger, fällt dennoch nicht erfreulich aus.

So soll es sein: 0,00 Promille zeigt das Alkoholtestgerät, das Polizeihauptkommissar Dieter Jäger in der Hand hält. Bilder: Hösamer (2)
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Das Ergebnis stimmt den Polizeihauptkommissar Dieter Jäger nachdenklich. 16 Alkohol- und Drogenfahrten mussten die Beamten im Bereich der Polizeiinspektion - das sind die Stadt Schwandorf sowie die Gemeinden Wackersdorf und Steinberg am See - seit Jahresbeginn registrieren. Dazu kam ein alkoholbedingter Unfall.

Der Fasching war zwar in diesem Jahr zwei Wochen kürzer als 2017, dennoch seien mehr Alkohol- und Drogenfahrten aufgedeckt worden, bilanzierte Dieter Jäger. "Mit dem gleichen Personaleinsatz in kürzerer Zeit" registrierte die Polizei 16 Delikte, im vergangenen Jahr waren es 14. Vernünftiger sind die Verkehrsteilnehmer also anscheinend nicht geworden.

Mit 2,24 Promille

Immerhin musste die Polizei nur zu einem offensichtlich alkoholbedingten Unfall ausrücken. Im Stadtgebiet Schwandorf war eine Dame gegen eine Hausmauer gefahren. Bei ihr wurden 2,24 Promille Alkohol in der Atemluft festgestellt. Zum Glück entstand bei dem Unfall nur Sachschaden. Im vergangenen Jahr war laut Jäger im Fasching kein Alkohol-Unfall zu verzeichnen.

Unter den unter Alkohol erwischten Kraftfahrern waren drei, deren Promillewert eine Straftat als "Trunkenheit im Verkehr" darstellt. Dies ist ab einem Promillewert von 1,1 der Fall. Dann werde auch der Führerschein sofort sichergestellt, erläuterte Jäger. Der höchste Wert wurde dieses Jahr mit 2,44 Promille gemessen. Im Vorjahr hatte die Polizei zwei solche Straftaten im Fasching zu verzeichnen.

Sprunghafter Anstieg

Rückläufig waren laut der Statistik des Polizeihauptkommissars die "Promillefahrten" zwischen 0,5 und 1,1 Promille von sieben im vergangenen Jahr auf vier. Die Verkehrsordnungswidrigkeit werde immer noch bei einigen Fahrern fälschlicherweise als "Kavaliersdelikt" angesehen, bemerkt Jäger. Ein Ergebnis stimmt den Polizeibeamten besonders nachdenklich: Die erkannten Drogenfahrten schnellten in die Höhe. Neun Delikte stellte hier die Polizei in diesem Jahr fest. Vergangenes Jahr waren es "nur" fünf.

Die Kontrollen am Faschingsdienstag waren in den Medien angekündigt worden. Ob's daran lag oder ob am Dienstag nur vernünftige Autofahrer unterwegs waren, bleibt dahingestellt. Jedenfalls habe am Dienstag kein Fahrer aus dem Verkehr gezogen werden müssen, berichtete Jäger. Jeweils vier Beamte mit zwei Fahrzeugen hatten tagsüber und abends in Krondorf, Fronberg, in Steinberg am See und in Wackersdorf Kontrollstellen aufgebaut. Jeweils etwa eine halbe Stunde. Von 23 Uhr bis kurz vor Mitternacht hielten die Beamten Verkehrsteilnehmer in der Ettmannsdorfer Straße an. "Rund 60 Fahrzeuge wurden kontrolliert," erläuterte Jäger. Der Dank der Polizeiinspektion Schwandorf gelte den vielen vernünftigen Fahrern, schreibt der Polizeihauptkommissar in seiner Bilanz abschließend.

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