Polizisten verfolgen Raser - Einweisung in Fachklinik
Autofahrer rastet aus

Symbolbild: dpa
Vermischtes
Schwandorf
06.07.2017
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Die Szene erinnert an Alarm für Cobra 11: Einer Streife der Polizeiinspektion Schwandorf fiel in der Nacht auf Donnerstag ein Auto auf, das durch die Rothlindenstraße raste. Den Versuch der Beamten, ihn anzuhalten, ignorierte der 28-jährige Fahrer aus dem Landkreis Schwandorf. Eine Verfolgunsjagd begann.

Er rauschte laut der PI Schwandorf einfach über Niederhof, Alberndorf und Irlach in Richtung Wackersdorf davon. Dabei schien er vergessen zu haben, wie man richtig fährt: Er wechselte - auch bei Gegenverkehr - auf die linke Spur, fuhr verkehrt in den Kreisverkehr hinein und ignorierte Vorfahrtsregeln. Außerdem wollte er das Polizeiauto abbremsen und von der Straße drängen. Erst mit Hilfe einer weiteren Streife schafften es die Polizisten, den Mann in Alberndorf zu stoppen, indem sie ihn zwischen ihren Fahrzeugen einkeilten.

Alter Bekannter

Schluss war deshalb aber noch nicht: Der Mann war nach Angaben der Beamten betrunken und aggressiv, weshalb sie ihn fesseln mussten. Seine Angriffe setzte er verbal fort und beleidigte die Polizisten. Er erklärte außerdem, dass er sich mit der Fahrt das Leben habe nehmen wollen. Wegen eines Sorgerechtsstreits könne er nämlich seinen Sohn nicht mehr sehen. Die Beamten kannten den Fahrer wegen etlicher Straftaten schon, nun stellten sie auch noch fest, dass der Fahrer weder Führerschein noch ein eigenes Auto hat. Den Wagen hatte er in Wackerdorf gestohlen.

Die PI Schwandorf ermittelt nun wegen Diebstahls, Gefährdung des Straßenverkehrs, Trunkenheit im Verkehr, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Beleidigung gegen den Mann. Wegen der Suizidgefahr wiesen sie ihn zudem in eine Regensburger Klinik ein. Zeugen und Verkehrsteilnehmer, die der Mann mit seiner Fahrt gefährdet haben könnte, bittet die PI Schwandorf, sich unter der Telefonnummer 09431/4301-0 melden.
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