27.03.2018 - 20:10 Uhr
Schwandorf

Professor Heiko Graichen nimmt Knie-Revision mit neuartigem Simulations-Instrumentarium vor Europapremiere in der Klinik Lindenlohe

Erst vor kurzem kamen sie direkt aus den USA nach Deutschland, erstmalig in Europa eingesetzt wurden sie von Professor Heiko Graichen vor einer Woche in der Asklepios Orthopädischen Klinik Lindenlohe. Die Rede ist von "Cut Through Trials" (CTT), deren deutsche Übersetzung "Durchschneide-Versuche" den Einsatzzweck zwar erahnen lässt, seine immensen Vorteile für die Patienten aber kaum wiedergibt.

Professor Graichen bei der Operation. Bild: exb
von Externer BeitragProfil

Der Reihe nach: Wenn es um die Implantation von Knie-Prothesen geht, gehört Professor Graichen zu den international angesehensten Experten und erfahrensten Operateuren. Der Ärztliche Direktor der Klinik und Chefarzt des zertifizierten Endoprothesen-Zentrums der Maximalversorgung hatte erst im Dezember vergangenen Jahres als erster Operateur in Europa ein neu entwickeltes Knie-Revisions-System eingesetzt, in dessen Entwicklung er eingebunden war.

Knie-Revisions-Operationen sind dann nötig, wenn die erste Prothese ausgetauscht werden muss - das neue System zeichnet sich dabei vor allem dadurch aus, dass es für alle anatomischen Varianten oder Knochendefekte eingesetzt werden kann. Eine Herausforderung aber blieb: Es kann mitunter schwierig sein, das Implantat in die richtige Position zu bringen. Die Entscheidung, wo der Operateur schließlich sägt, ist bis dato vor allem seiner Erfahrung und seinem Können geschuldet.

Genau hier setzt das neue Instrumentarium CTT an. Mit "Hilfe von spezifischen Probeimplantaten simulieren wir die Endsituation, was heißt: Wir probieren durch eine spezielle Zurichtung am Implantat die Position direkt am Knie aus. Durch diese kann man dann sägen und schließlich seine Simulation umsetzen", wird Professor Graichen in einer Pressemitteilung der Klinik zitiert. Damit schließe man unnötigen Knochenverlust endgültig aus, beschleunige die Operation, was die Belastung für den Patienten verringere - und steigere vor allem nochmals die Präzision.

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