Schnelle, kompetente Hilfe

Geschäftsführer Dr. Martin Baumann (von links), Pater Prior Frater Seraphim Schorer, der ärztliche Leiter der Notaufnahme Dr. Jochen Spieß, Pflegeleiter Rene Georgi, Oberbürgermeister Andreas Feller und Chefarzt Dr. Detlef Schoenen freuen sich über die Erweiterung der Notaufnahme am Krankenhaus St. Barbara. Bild: Hösamer
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Schwandorf
16.12.2016
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Mit verhältnismäßig wenig Geld viel erreicht: Die Zentrale Notaufnahme (ZNA) am Krankenhaus St. Barbara hat ab heute zehn statt sieben Behandlungsräume. Nicht nur der ärztliche Leiter Dr. Jochen Spieß freute sich über den Ausbau, der am Donnerstag gesegnet wurde.

Wenn Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Martin Baumann bei 450 000 Euro von "verhältnismäßig wenig Geld" spricht, dann stimmt das angesichts der 50 Millionen an Investitionen, die an St. Barbara durch den Träger, die Barmherzigen Brüder, verwirklicht werden. Die Erweiterung der ZNA ist für Baumann und den ärztlichen Leiter dennoch ein wichtiger Schritt. Ein ehemaliger Operationssaal wurde umgebaut und zu drei Behandlungs- und einem Raum für Gespräche mit Patienten und Angehörigen. Anfang Juli hatten die Handwerker losgelegt.

Wichtiger Dienstleister

Die ZNA sei ein wichtiger Dienstleister, natürlich für die für Patienten, aber ebenso für die Rettungsdienste und Hausärzte. Vier Fachärzte, sechs Assistenzärzte und 18 Pflegekräfte stehen rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche bereit. Dazu kommen vier Mitarbeiter in der Administration. "Mit dieser Struktur können wir die Patienten schnell und kompetent versorgen", sagte Dr. Baumann. Die Erweiterung reihe sich in die Maßnahmen ein, um die ZNA zu der Anlaufstelle für Notfälle schlechthin in der Region zu machen. An der ZNA ist als Modellversuch auch eine Bereitschaftsarztpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung angesiedelt.

Ärztlicher Leiter Dr. Jochen Spieß rechnete vor, warum die Erweiterung nötig war: Im Schnitt waren im vergangenen Jahr 61 Patienten pro Tag in der ZNA zu versorgen, in diesem Jahr liegt der Wert schon bei 64. Macht insgesamt 23 500 Menschen, die Hilfe suchten. Statistisch gesehen war also in 15 Monaten jeder der etwa 29 000 Schwandorfer einmal in der Notaufnahme. Er hob die "Triagierung" heraus. Mit diesem Verfahren werden die Patienten je nach Schwere ihrer Verletzung oder Erkrankung eingeschätzt und den verschiedenen Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten zugeteilt.

Sakrament des Alltags

Oberbürgermeister Andreas Feller dankte den "Barmherzigen Brüdern" für ihre Investitionen. St. Barbara nannte er den "medizinischen Mittelpunkt des Landkreises". Als "Sakrament des Alltags" bezeichnete Krankenhausseelsorger Diakon Edwin Berner die Arbeit in den Räumen, die er segnete. "Hier erhalten Menschen in ihren Notlagen schnell die Hilfe, die sie benötigen, auch Zuspruch und Trost", sagte er.
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